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Diese acht Talente dürfen sich im Profi-Training zeigen

RB Talente 2018/19

RB Talente 2018/19

Acht Talente verstärken derzeit das Profi-Training von RB Leipzig. Für die Spieler aus der eigenen Jugend eine Chance, sich nach der Kritik von Ralf Rangnick an der eigenen Nachwuchsarbeit dem neuen Cheftrainer und Sportdirektor zu zeigen. Von Ullrich Kroemer, Leipzig

Deutscher und norwegischer Nachwuchs-Nationalstürmer

22 Spieler plus drei Torhüter umfasst der Trainingskader von RB Leipzig derzeit. Weil noch Akteure verletzt oder nicht voll einsatzfähig (Sabitzer, Halstenberg, Nukan) und andere noch im Urlaub sind (Forsberg, Poulsen, Werner, Mvogo), hat Cheftrainer Ralf Rangnick acht Spieler aus der U19 ins Profitraining beordert. Die Hälfte davon aus dem ehemaligen U17-Jahrgang (2001), der im Juni im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gestanden hatte.

In Fabrice Hartmann, Noah Jean Holm und Lukas Krüger sind gleich drei Stürmer im Profitraining dabei. Vor allem die ausjährigen U17-Angreifer Hartmann und Holm gelten als große Talente. Beide spielen in den Auswahlteams für ihre Nationen Deutschland (Hartmann) und Norwegen (Holm), sind technisch beschlagen und abschlussstark.

Auch Rechtsaußen Oliver Bias, der aus dem Nachwuchs von Erzgebirge Aue stammt, fällt auf. Mit 1,64 Metern ist er der Kleinste im RB-Training. Ein kompakter Dribbler mit extrem niedrigem Körperschwerpunkt.

Defensiv hat Rangnick vor allem Spieler dazugeholt, die bereits ein Jahr älter als die Offensivkollegen sind und auch körperlich dagegenhalten können. Am weitesten ist Niclas Stierlin, der bereits in der vergangenen Saison im Spiel gegen Wolfsburg im Kader stand und beim Auswärtsspiel in Mainz zwar ohne Kadernominierung, aber zumindest mit dabei war. Der 18-Jährige, der aus der Jugend von Waldhof Mannheim und des 1. FC Kaiserslautern stammt, zeigte bereits in Testspielen, dass er mithalten kann, ist eigentlich defensiver Mittelfeldakteur, agierte im Training aber auch als Innenverteidiger. Ebenfalls auffällig: der Deutsch-Äthiopier Naod Mekonnen (18), der ebenso im defensiven Mittelfeld agiert wie der erst 17-Jährige Max Winter.

Der 1,94-Meter lange Torhüter Julian Krahl profitiert vom Training mit Routinier Peter Gulacsi und Marius Müller und rettet im Training auch bisweilen schwierige Bälle.

Geschult im Pressing, unerfahren bei Standards

Generell fiel im Training auf, dass alle Akteure bei den Pressing-Gegenpressing-Übungen gut geschult sind, die Laufwege kennen. Doch zu Beginn dieser Woche war auch zu beobachten, wie groß der körperliche Unterschied zwischen den Leichtgewichten und etwa den nur zwei Jahre älteren Verteidigern Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté beziehungsweise kompakten Stürmern wie Jean-Kevin Augustin noch ist, die die Nachwuchsspieler mit robusten Einsätzen an sich abprallen ließen. Auch auffällig: Beim Standardtraining fehlt den Jugendlichen die Erfahrung und Coolness vor dem Tor. Doch das haben sie nicht exklusiv, wenn man die Standardleistungen der Bundesligakicker der vergangenen Saison als Maßstab nimmt.

Alle acht Nachwuchsakteure dürfen sich Hoffnungen machen, mit ins Trainingslager nach Seefeld zu reisen, um die Profis dort bei den Trainingseinheiten, Europa-League-Qualifikation und Testspiel gegen Huddersfield zu verstärken. Ob Rangnick wie Hasenhüttl in den vergangenen Jahren auch in der Saison feste Trainingsplätze an die Jugendspieler vergibt, hat er noch nicht festegelegt. Die Chance dazu dürften am ehesten Stierlin, Hartmann, Holm und Keeper Krahl bekommen.

Kaum Durchlässigkeit zu den Profis

Bis auf einen Kurzeinsatz des ausgemusterten Idrissa Touré (aktuell Werder Bremen) in der zweiten Liga hat bislang noch kein Spieler aus dem RB-Nachwuchs Pflichtspieleinsätze bei den Profis bekommen. Mit U19-Nationalspieler Elias Abouchabaka war das größte Talent aus dem eigenen Stall in der vergangenen Woche zu Zweitligist SpVgg Greuther Fürth verliehen worden. Die sogenannte Durchlässigkeit vom Nachwuchs zu den Profis geht bei RB gegen Null.

Seit 2013 betreibt RB Leipzig unter Nachwuchschef Frieder Schrof ambitionierte Nachwuchsarbeit. Im Winter dieses Jahres hatte Rangnick gravierende Änderungen im Nachwuchs angekündigt. „In Wahrheit müssen wir konstatieren, dass wir die schlechteste U19 haben seit sechs Jahren und dass keiner der Spieler in Frage kam, um Forsberg oder Halstenberg auch nur annähernd zu ersetzen“, hatte der Trainer-Sportdirektor kritisiert. Seit der Abschaffung der U23-Mannschaft setzt RB Leipzig verstärkt auf Toptalente aus ganz Europa, die wie der derzeit verletzte Mads Bidstrup oder Matt Bondswell im Alter von 16 Jahren nach Leipzig kommen und hier den Durchbruch schaffen sollen.

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