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Dominik Kaiser exklusiv: „Nicht länger in der Warteschleife hängen”

Abschied nach sechs Jahren: Dominik Kaiser trägt künftig bei Bröndby IF Blau-Gelb.

Abschied nach sechs Jahren: Dominik Kaiser trägt künftig bei Bröndby IF Blau-Gelb.
Copyright: imago/Picture Point LE

Straffes Programm: Dominik Kaiser hat an seinem ersten Tag bei Bröndby Kopenhagen im Trainingslager im österreichischen Bad Aussee gleich zwei Einheiten absolvieren müssen. Dazu blieb auch noch Zeit für ein Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung und RBLive über die Gründe für die Entscheidung und Kaisers neue Ziele. Interview: Ullrich Kroemer.

Dominik, Sie haben am Montag gleich zwei Trainingseinheiten absolviert. Wie wars?
Dominik Kaiser: Eine Einheit hätte für den ersten Tag ausgereicht. Aber ich musste noch ein zweites Mal mittrainieren (lacht). Im Ernst: Die Jungs hier sind schon zweieinhalb Wochen im Training, ich will den körperlichen Rückstand schnell aufholen.


„Mit der Mannschaft ist einiges möglich”

Wie wurden Sie bei Bröndby aufgenommen?
Ich bin am Sonntagabend recht spät angekommen und habe eine kleine Rede auf Englisch gehalten. Trainer, Manager und Mannschaft haben mich willkommen geheißen. Dass hier ein paar alte Bekannte dabei sind – vorneweg Trainer Alexander Zorniger – macht den Neustart natürlich ein ganzes Stück einfacher. In Kopenhagen werde ich dann sicher mal einen ausgeben.

Was haben Sie der Mannschaft gesagt?
Dass ich gespannt bin auf die Zeit bei Bröndby. Es ist das erste Mal, dass ich außerhalb Deutschlands spielen und leben werde, eine neue Herausforderung. Und ich bin überzeugt, dass mit der Mannschaft einiges möglich ist. Bröndby hat im vergangenen Jahr sehr, sehr knapp die Meisterschaft verpasst. Das ist ein Ziel, das ich mit dem Team angehen werde.

Dominik Kaiser: „Ich wollte einfach Gewissheit”

Sie haben lange mit der Zusage gezögert. Warum?
Ich bin froh, dass die Entscheidung jetzt durch ist. Es war ein längeres Hin und Her in den vergangenen Wochen. Ich wollte einfach Gewissheit, endlich loslegen und nicht noch weiter in der Warteschleife hängen. Andere Optionen wären nicht vor Ende der WM realistisch geworden. Viele Mannschaften warten noch bis dahin ab. Erst danach wird das Transferkarussell richtig ins Rollen kommen. Bei Bröndby habe ich jetzt die große Chance, Woche für Woche eine wichtige Rolle im Team zu spielen. Das ist mein Anspruch hier.

Hat Ihnen Alexander Zorniger wie einst in Leipzig eine Führungsposition in Aussicht gestellt?
Darüber haben wir noch nicht detailliert gesprochen. Aber es war auch in Leipzig nicht so, dass ich gesagt habe: Hier ist der Kaiser und dann tanzen alle nach meiner Pfeife. Das muss sich entwickeln. Ich habe mit meiner Erfahrung und Qualität durchaus den Anspruch, den Jungs hier dabei zu helfen, sie auf eines neues Level zu führen.


„Hatte im Kopf, bei einem anderen Verein in der Bundesliga zu spielen”

Es ist kein Geheimnis, dass Sie gern in Deutschland geblieben wären. Sind Sie enttäuscht, dass das nicht geklappt hat.
Klar, hatte ich im Kopf, bei einem anderen Verein in der Bundesliga zu spielen. Ich hatte auch in Deutschland mit einigen Vereinen Kontakt. Aus den unterschiedlichsten Gründen hat das nicht geklappt. Aber ich bin auch nicht traurig, dass es nun so gekommen ist. So war es bei RB als meinem letzten deutschen Verein ein guter Abschluss für mich.

Bei Bröndby spielen in der kommenden Saison acht deutsche Spieler. Liegt das nur an Trainer Zorniger oder hat das noch andere Gründe?
Natürlich hat der Trainer bei mir eine Rolle gespielt. Aber bei Bröndby hat man auch die Chance, oben mitzuspielen, Titel zu holen und sich in der Europa League zu beweisen. Bei einem Wechsel in eine Top-Liga wären eher Vereine infrage gekommen, die in den vergangenen Jahren Probleme hatten, auch mal abgestiegen sind.

Kaiser realistisch: „Dänische Liga gehört nicht zu den Topligen Europas”

Auch Kiels Torjäger Dominick Drexler ist nach Dänemark gewechselt, zu Meister Midtjylland. Ist die dänische Liga eine gute Station in der Karrierephase mit Ende 20?
Das Alter ist nachrangig. Natürlich gehört die dänische Liga nicht zu den Top-Ligen Europas. Aber es gibt hier auch spielerische Qualität und bei den Topklubs spielen Nationalspieler. Die dänischen Spitzenklubs FC Kopenhagen, jetzt auch Midtjylland und Bröndby können auch europäisch ein Wörtchen mitreden.

Zu wie viel Prozent hat die Attraktivität der Stadt Kopenhagen Anteil an der Entscheidung?
Das hat sicher nicht geschadet. Ich war das erste Mal vor zwei Jahren dort, als wir Yussuf Poulsen besucht haben. Genau wie im vergangenen Jahr und zuletzt in diesem Sommer. Da haben meine Freundin und ich uns immer sehr wohlgefühlt. Aber das Sportliche steht bei einer solchen Entscheidung ganz klar im Vordergrund.

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