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Von Martin Henkel

Justin Kluivert stellt sich vor "Mein Vater hat gesagt: Tu es!"

Erster Auftritt f├╝r den neuen Klub: RB-Zugang Justin Kluivert

Erster Auftritt f├╝r den neuen Klub: RB-Zugang Justin Kluivert

Es war sein erster ├Âffentlicher Auftritt als Spieler von RB Leipzig. Justin Kluivert hat das Training inmitten der RB-Rumpftruppe und ein paar U-19-Spielern am Mittwochvormittag mit ein paar feinen Toren und offenkundigem Spa├č gemeistert. Anschlie├čend stellte er sich einer ersten Medienrunde zur Verf├╝gung.

Neuer Schwung

Allein der Name: Kluivert! Ein Sound der Jahrtausendwende, als sein ber├╝hmter Vater Patrick Kluivert St├╝rmer bei Ajax Amsterdam, des FC Barcelona und einer niederl├Ąndischen Nationalmannschaft war, die sich an der Spitze des Weltfu├čballs bewegte. Sein Sohn Justin, der mittlere von drei weiteren Br├╝dern, ist f├╝r ein Jahr auf Leihbasis am Cottaweg. Auch auf Empfehlung seines Vaters. Vor allem aber, um der bei der AS Rom ins Stocken geratenen Karriere neuen Schwung zu verleihen.

Herr Kluivert, von einem Niederl├Ąnder wird oft erwartet, dass er ein paar W├Ârter in Deutsch parat hat. Wie ist das bei Ihnen?
O, da ist nicht viel. Jetzt gehtÔÇÖs los ÔÇô das ist alles, was ich auf Deutsch sagen kann.

Was erwarten Sie von ihrem Jahr in Leipzig?
Ich will mich hier weiterentwickeln. Deshalb bin ich gekommen. Der Klub ist sehr ambitioniert und das bin ich auch. Das ist ein gro├čes Team und ich will es unterst├╝tzen.

Vater Patrik Kluivert beim FC Barcelona

Vater Patrik Kluivert beim FC Barcelona

Sie hatten vor zwei Jahren schon mal die M├Âglichkeit, nach Leipzig zu kommen.
Stimmt, die Chance war da. Ich hatte gut Gespr├Ąche, mit der AS Roma damals aber auch, deshalb hatte ich mich f├╝r die Serie A entschieden. Ich bin froh, dass es im zweiten Anlauf mit RB geklappt hat.

Wie waren die zwei Jahre in Rom?
Es war nicht alles ein Erfolg. Ich habe viel gelernt und bin dankbar, dass ich dort sein durfte. Jetzt aber bin ich 100 Prozent bei RB.

Kluivert: "Besser als erwartet"

Was hat Ihr Vater zum Wechsel gesagt?
Er hat gesagt: Tu es! Er ist gespannt wie ich, wie es in Leipzig l├Ąuft.

Wie ist das Verh├Ąltnis zu Ihrem Vater?
O, sehr eng. Er ist nicht nur mein Vater, sondern auch mein Berater. Er hatte die gleiche Entwicklung hinter sich, wie ich sie gerader durchlebe. Er war bei Ajax, dann kam der Sprung zu einem gro├čen Klub, Barcelona damals. Er wei├č also, wie es mir geht, was mich besch├Ąftigt.

Der Neue in Aktion: Justin Kluivert beim RB-Training

Der Neue in Aktion: Justin Kluivert beim RB-Training

Wie sind Ihre ersten Eindr├╝cke von der Stadt und dem Klub?
Ich war bereits in der Stadt unterwegs und angenehm ├╝berrascht, wie gesch├Ąftig es war. Es ist viel besser als ich erwartet habe. Ich hatte es mir verschlafener vorgestellt (lacht). Die Klubanlage ist hochprofessionell.

Wie war der erste Kontakt zu Ihren Mitspielern?
Gro├čartig, echt. Das Teamfeeling ist sehr gut. Ich habe mich sofort angebunden gef├╝hlt. In so einer Atmosph├Ąre kann man gro├če Dinge erreichen.

Sie sind f├╝r ein Jahr geliehen, was macht man da: Hotel oder Wohnung mieten?
Ach, ich schaue mal, was am besten f├╝r mich ist. Aber ich mag es in Hotels zu sein. Das ist kein Problem f├╝r mich.

Der Kleinste in der Kluivert-Familie

Wer begleitet Sie nach Leipzig, Freundin, Familie?
(lacht) Ich habe gerade keine Freundin. Zwei Cousins sind mit mir hierhergekommen, sie bleiben eine Weile da. Bis ich eine Freundin habe.

Welche Idole haben Sie?
Mein gr├Â├čtes Idol ist mein Vater. Ich habe auch Ronaldo sehr bewundert. Nicht nur, f├╝r das, was er als Spieler getan hat, sondern wie er sich um den Sport bem├╝ht.

Sie sind um einiges kleiner als Ihr Vater oder Ronaldo. Was k├Ânnen Sie sich abschauen?
(lacht) Stimmt, ich bin der kleinste in der Familie. Aber ich habe meine Qualit├Ąten, bin schnell, wendig und habe nicht den schlechtesten Schuss. Das ist es, was Gott mir gegeben hat, und ich bin zufrieden damit.

Auf welcher Position spielen sie am liebsten?
Linker oder rechter St├╝rmer, das ist mir gleich. Ich kann auch in der Spitze spielen, aber ich spiele gern auf den Flanken. Irgendwo vorn, dann kann ich mein Bestes geben. (RBlive/hen/aufgezeichnet)