Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Von Martin Henkel

Kein RB-Profi mehr ohne Ausstiegsklausel? Szoboszlai soll für 70 Millionen gehen können

Hört schon die Offerten? Dominik Szoboszlai

Hört schon die Offerten? Dominik Szoboszlai

Die nächste Ausstiegsklausel wird rund um RB Leipzig publik. Dominik Szoboszlai soll für 70 Millionen Euro aus seinem bis 2026 laufenden Vertrag gehen können. Das berichtet die Sportbild in ihrer Kiosk-Ausgabe.

Kann er Sommer 2022 gehen?

Für einen 20 Jahre alten Ungarn ist das eine Menge Geld, der vor den "Roten Bullen" vom Cottaweg beim österreichischen Ableger Red Bull Salzburg gespielt hat und dort ebenfalls per Ausstiegsklausel (20 Millionen Euro) den Klub verließ, um Januar 2021 in die Messestadt überzusiedeln. Dass Szoboszlai damit ein Verkaufskandidat für die nächste Transferperiode oder den kommenden Sommer wird, ist freilich keine große Gefahr.

Der talentierte Mittelfeldspieler war ein halbes Jahr wegen Problemen am Schambein verletzt und zeigte in den vergangenen Spielen zwar, welches Potenzial zu der kolportierten Ausstiegsklausel geführt hat, als er beim 4:0 gegen den VfB Stuttgart zwei Fernschüssen im Tor der Schwaben versenkte, die es in jedes Lehrvideo schaffen würden, aber eine Woche später beim 0:1 gegen Wolfsburg sah man auch die Schattenseiten: etwas langsam, keine Anbindung zum Spiel, kaum körperliche Härte und leichte Überforderung mit seinen Aufgaben beim Gegenpressing.

70 Millionen Euro ist also eine Menge Geld, das in der ohnehin aktuell angespannten finanziellen Lage vieler europäischer Topklubs kaum jemand aufbringen wird, um Szoboszlai auf die Schnelle aus seinem Vertrag zu kaufen. Die Ausstiegsklausel ist dennoch ein Hinweis auf die Zustände, unter denen RB Leipzig mittlerweile auf dem Transfermarkt agieren muss.

Kann Olmo für 80 Mio. gehen?

Ohne solche Vereinbarung scheint niemand mehr am Cottaweg vorbeikommen zu wollen. Ibrahima Konaté hatte eine Ausstiegsklausel (40 Millionen Euro), mit der zog der Innenverteidiger diesen Sommer Richtung Liverpool von dannen. Sein Landsmann Dayot Upamecano hatte auch eine, er ging für 42,5 Millionen Euro zum FC Bayern. Für eine Summe übrigens, die mal bei 100 Millionen Euro gelegen hatten und sich dann peu a peu verkleinerte.

Die 70 Millionen Euro dürften bei Szoboszlai also nicht in Stein gemeißelt sein. So wie vermutlich auch nicht bei sämtlichen Neuzugängen, die wie der spanische Nationalspieler und Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Tokio, Dani Olmo, zwar der Ausbildungschancen wegen in die Bundesliga zum Red-Bull-Klub gekommen sind, aber sicherstellen, dass sie auch gehen können, wenn die Zeit reif ist. Die Ablösesumme beim 23-Jährigen soll vor einem Jahr bei 80 Millionen Euro gelegen haben, dürfte aber ebenfalls kleiner geworden sein.
(RBlive/hen)