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Kommentar: Gegen die Topteams fehlen Qualität und Fortune

Unglücklich: RB Leipzigs Sturmreihe um Yussuf Poulsen brachte den Ball nicht im Tor unter.

Unglücklich: RB Leipzigs Sturmreihe um Yussuf Poulsen brachte den Ball nicht im Tor unter.
Copyright: imago/Eibner

Am Donnerstag hatte Ralf Rangnick noch öffentlich vorgerechnet, wie viele Punkte RB bräuchte, um Borussia Dortmund an der Tabellenspitze gefährden zu können und wie viele Zähler die Dortmunder dann maximal holen dürften. Nach der ersten Bundesliga-Heimniederlage gegen die Schwarz-Gelben (0:1), der ersten in dieser Saison überhaupt, kalkulierte Rangnick wieder. Nur diesmal mit Blick auf die Verfolger.

Rangnick: „Nicht die Ambitionen, auf Dortmund und Bayern zu schauen”

„Wenn wir so spielen wie heute, halte ich es für möglich, dass wir aus den verbleibenden 16 Spielen wieder 31 Punkte holen”, sagte Rangnick. Und: „Wir haben nicht die Ambitionen, auf Mannschaften wie Dortmund und Bayern zu schauen und die in der Tabelle im Visier zu haben. Unser Ziel ist es, am Ende unter den ersten Vier zu stehen.”

Das mag angesichts des riesigen 14-Punkte-Abstands zu Tabellenführer Dortmund realistisch sein. Und natürlich könnten die Leipziger im Falle der Champions-League-Qualifikation zufrieden mit der Saison sein. Und doch ist es bemerkenswert, wie Rangnick Rasenballsport nun als Klub zweiter Klasse hinter den großen Zwei des deutschen Fußballs positioniert. Und das, obwohl RB in der zweiten Hälfte sogar phasenweise besser war als der BVB.

Fakt ist, dass RB Leipzig in dieser Saison im Vergleich zu den vergangenen Spielzeiten keine gute Bilanz gegen die Spitzenteams hat. Aus den bislang sechs Partien gegen die ersten Sechs der Liga holte die Rangnick-Elf gerade vier von möglichen 18 Zählern. Ein Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach, ein Remis bei Eintracht Frankfurt. Sonst setzte es zweimal gegen Dortmund, in München und Wolfsburg Niederlagen.

Pragmatismus statt Sturm und Drang

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Insbesondere gegen München und zweimal gegen Dortmund absolvierte RB mutige, engagierte Auftritte. Doch es fehlt die spielerische und mentale Qualität, diese engen Duelle auch für sich zu entscheiden. Jetzt am Samstag waren es untypischerweise mal wieder eine Unachtsamkeit nach einem Standard und die mangelnde Präzision und Fortune beim Abschluss.

Viele Fehlpässe und kein Zugriff im 4-3-3

Aber auch an der Qualität beim Umschaltspiel sowie im Kreativspiel bei Ballbesitz muss Rasenballsport arbeiten. Kevin Kampl etwa leistete sich ungewohnt viele Fehlpässe (13 von 53) – ein Viertel aller Bälle des Aufbauspielers landete in den Füßen der Gegner. Und auch die taktischen Probleme im 4-3-3, als Dortmund in der ersten halben Stunde toll kombinierte und RB überfordert war, trugen dazu bei, dass am Ende wieder kein Punkt heraussprang.

So bleibt die Erkenntnis, dass Rangnick mit seiner Rückbesinnung auf reinen Pressing-Gegenpressing-Fußball gegen die Spitzenteams bislang weniger Punkte holte als sein Vorgänger Ralph Hasenhüttl, der in der Vorsaison auch gegen Dortmund, Bayern und Schalke gewann und nur Hoffenheim zweimal unterlag. Der Sturm und Drang der ersten Spielzeiten, als auch gegen die Spitzenmannschaften alles möglich war, ist einem Pragmatismus gewichen, der am Ende allerdings mit mehr Punkten gegen die übrigen Teams erfolgreicher sein kann. Wenn Rangnicks Rechnung aufgeht.

 

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