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Leipzigs Spiel gegen Salzburg: „Das war eine Katastrophe!“

Vier gegen einen – chancenlos.

Vier gegen einen – chancenlos.

2:3 verloren, und das gegen den vermeintlichen Bruderklub aus Salzburg: Für RB Leipzig war die Heimniederlage in der Europa League sehr schwer zu verdauen. Manche fanden deutliche Worte, vor allem für die 45 Minuten vor der Pause, als Salzburg 2:0 in Führung ging. Diego Demme etwa sagte: „Das war eine Katastrophe!“

Aus dem Stadion berichtet Martin Henkel

Sabitzer: „So holen wir nicht viel in dieser Saison“

Es ist nirgendwo vermerkt, ob es in der zehn Jahre jungen Geschichte des Vereins jemals eine Spielhälfte gegeben hat, in der RB Leipzig derart überfordert, unterlegen und völlig vorstellungslos war, was der Gegner da eigentlich veranstalte, wie in der Partie gegen RB Salzburg Donnerstagabend. Vor allem aber der teils wirre oder schlaffe Auftritt der Mannschaft mit Ausnahme von Rechtsverteidiger und Ex-Salzburger Konrad Laimer machte vielen im Anschluss zu schaffen. Der später erst eingewechselte Demme etwa sagte: „Manche waren heute sonstwo, aber nicht auf dem Platz.“ Marcel Sabitzer wiederum schlug Alarm: „Wenn wir so weitermachen, holen wir in dieser Saison nicht viel.“

Vor allem aber zürnte Trainer Ralf Rangnick mit dem Auftritt seines Kaders. „Wir sind extrem enttäuscht“, sagte der 60-Jährige. „Das Ganze fühlt sich extrem schlecht an. Der Auftritt in der 1. Halbzeit ging gar nicht, so kannst du nicht in so ein Spiel gehen, was der Gegner teilweise perfekt gespielt hat.“

Klarer Plan, spürbare Kameraderie

Salzburg spielte wie Leipzig in ihrer Vizemeister-Saison. Mit klarem Plan. Mit klaren Strukturen. Mit spürbarer Kameraderie. Wille. Einsatz. Arbeit. Sie pressten und konterten nahezu perfekt. Rangnick erklärte, er habe versucht, seinen Spielern zu vermitteln, was da für ein Team zu Besuch sein werde. Vergeblich. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass alle erkannt haben, was auf sie zukommt an Dynamik und Wucht. Ich stelle mich gern vor die Jungs, aber das fällt heute schwer. Bei manchen liegt es an der Physis, bei anderen an Mentalität und Einstellung. Das war bis zur Pause unterirdisch, da kann man sich vor den Zuschauern nur schämen.“

RB-Coach Ralf Rangnick.

RB-Coach Ralf Rangnick.

RB-Coach Ralf Rangnick.

RB-Coach Ralf Rangnick.

Bitte genau hinschauen: Ralf Rangnick

Bitte genau hinschauen: Ralf Rangnick

Des einen Leid, ergibt des anderen Freude. Und Salzburgs Trainer Marco Rose genoss den späten Last-Minute-Sieg in großen Zügen. „Unsere Idee war, dass wir intensiver spielen wollten als sie. In den richtigen Momenten waren wir aufmerksamer, handlungsschneller und haben uns für eine sehr gute Leistung belohnt. Unsere Automatismen haben heute gegriffen. Alles andere haben wir aus unserer Grundordnung heraus geklärt, egal, ob sie einen Zehner, zwei Zehner, zwei Sechser, einen Achter hatten. Der Sieg ist eine sehr coole Geschichte, ich freue mich wirklich, es ist ein spezieller Sieg für mich – keine Frage. Die Jungs haben sich richtig gefreut in der Kabine.“

RB-Coach Marco Rose.

RB-Coach Marco Rose.

RB-Coach Marco Rose.

RB-Coach Marco Rose.

RB-Coach Marco Rose.

RB-Coach Marco Rose.

Rose, gebürtiger Leipziger, früher mal Spieler unter Rangnick und von diesem als Nachwuchscoach einst zu RB Salzburg geholt, konnte sich auch eine Spitze gegen seinen Kollegen nicht verkneifen. Rangnick hatte insinuiert, Salzburg sei vielleicht das fittere Team, weil sie in der eigenen Liga bei derart vielen unterlegenen Gegner manchmal nur „80 Prozent geben“ müssten. Rose konterte das. „„Das Coole am Fußball ist, dass du am Sonntag schon wieder abgefragt wirst. Dann müssen wir wieder unsere Leistung abrufen, und zwar nicht mit 80 Prozent, sondern mit 100 Prozent.”