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Ralph Hasenhüttl: Entscheidung zwischen Ilsanker und Schmitz

Zwei, drei Spieler kann ich mir rechts hinten vorstellen. Ralph Hasenhüttl zählt seinem Sportdirektor die Alternativen vor. Oder auch nicht.

Zwei, drei Spieler kann ich mir rechts hinten vorstellen. Ralph Hasenhüttl zählt seinem Sportdirektor die Alternativen vor. Oder auch nicht.

Nach der Verletzung von Bernardo ist Ralph Hasenhüttl auf der Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger. Dabei besteht im Kern die Wahl zwischen Stefan Ilsanker und Benno Schmitz, wie er im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung verrät.

Ralph Hasenhüttl braucht rechts hinten Defensivqualität

Das Anforderungsprofil sei eher auf defensive Qualitäten ausgerichtet: „Eine ruhige, sachliche Defensivarbeit ist wichtig. Mit einem guten Zweikampfverhalten gegen den Ball. Und ansonsten nach vorne: eine gute Passgenauigkeit.“ Offensive Wunderdinge erwartet der Trainer von RB Leipzig nicht von seinem Rechtsverteidiger. „Wir haben im Offensivspiel genug Qualität“, vertraut er dort auf andere Kräfte.

Tendenz geht zu Stefan Ilsanker

Die Tendenz scheint bei der Besetzung für das Heimspiel gegen Mainz 05 am Sonntag zu Stefan Ilsanker zu gehen. Der hatte schon in Darmstadt die letzten 20 Minuten hinten rechts verteidigt. Ralph Hasenhüttl schätzt an ihm die „physische Präsenz im Zweikampf“, also genau die Dinge, die zum Anforderungsprofil gehören.

Bei Benno Schmitz hat er dagegen in der Vergangenheit Probleme im Zweikampf gesehen. Fußballerisch sei der 21-Jährige allerdings über jeden Zweifel erhaben. Über die Woche könne er sich im Training anbieten und zeigen, dass er einen Platz in der Startelf gegen Mainz will.

Außenseiterchancen auf einen Einsatz als Rechtsverteidiger hat auch der Grieche Kyriakos Papadopoulos, der eigentlich Innenverteidiger ist.

„Große Umstellung“ für Ilsanker

Als Rechtsverteidiger aufzulaufen wäre für Stefan Ilsanker eine „große Umstellung“, wie er im Print-Kicker erklärt. Er werde sich aber „videotechnisch darauf vorbereiten“ und „top vorbereitet ins Spiel gehen“.

Als Rechtsverteidiger muss man laut Ilsanker „längere Tempoläufe zurücklegen“. Zudem sei es schwieriger, „die richtige Position zu finden, ohne dass Spieler um dich herum sind“.

Dass er als Rechtsverteidiger in Betracht gezogen wird, empfindet der Österreicher durchaus als Wertschätzung seiner Vielseitigkeit durch seinen Trainer Ralph Hasenhüttl. „Dass mir der Trainer zutraut, rechts hinten zu spielen, mich kurzfristig nach rechts hinten stellt oder Innenverteidiger spielen lässt, zeigt, dass ich auf den defensiven Positionen variabel einsetzbar bin.“

Finale Entscheidung am Sonntag zu sehen

Für wen sich Ralph Hasenhüttl am Ende entscheidet, wird man trotz Tendenz Richtung Ilsanker erst am Sonntag Nachmittag sehen, wenn die Aufstellung für das Spiel gegen Mainz offiziell wird. Bis dahin werden Stefan Ilsanker, Benno Schmitz und auch Kyriakos Papadopoulos im Training Argumente für sich sammeln wollen.

Hasenhüttl betont jedenfalls in der Mitteldeutschen Zeitung, dass man „die beste Lösung finden“ und die Spieler „in dieser Woche schulen“ werde, um „gewisse Automatismen zu erarbeiten und um Sicherheit auf dieser Seite zu bekommen“.