Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Souveräner Sieg in Island Flicks Neun-Punkte-Plan geht auf

Deutscher Jubel über den dritten Sieg im dritten Spiel unter Flick

Deutscher Jubel über den dritten Sieg im dritten Spiel unter Flick

Drittes Spiel, dritter Sieg: Hansi Flick hat seinen ersten Neun-Punkte-Plan als Bundestrainer Richtung WM 2022 in Katar erfüllt. Torgarant Serge Gnabry (4. Minute) ebnete der auf Island nicht furios, aber jederzeit kontrolliert aufspielenden Fußball-Nationalmannschaft mit seinem frühen Führungstor den Weg zum 4:0 (2:0)-Erfolg im insgesamt 100. WM-Qualifikationsspiel. RB-Profi Lukas Klostermann kam nach der Pause für Jonas Hofmann zum Einsatz. Er gab sich keine Blöße.

Flick stellt Startrekord ein

Gegen den harmlosen Kontrahenten sorgten Antonio Rüdiger (24.), Leroy Sané (57.) und Timo Werner (89.) am Mittwochabend in Reykjavik für die weiteren Tore. Als nun souveräner Tabellenführer der Gruppe J kann die DFB-Elf im Oktober die nächsten Aufgaben gegen die klarer distanzierten Verfolger aus Rumänien und Nordmazedonien angehen. Mit drei Siegen ohne Gegentor war in der DFB-Historie zuvor nur ein Bundestrainer gestartet: Joachim Löw mit Flick als Assistent vor 15 Jahren.

Als nach gut zehn Minuten erstmals das legendäre „Huh!“ der isländischen Fans durch das Nationalstadion hallte, führte Deutschland schon. Die erste schnelle Kombination Richtung Tor über Werner und Sané vollendete Gnabry gekonnt zu seinem 19. Länderspieltor, das wegen Abseitsverdachts durch den Videoassistenten noch überprüft wurde.

Wieder in der favorisierten 4-2-3-1-Aufstellung und mit vielen flachen und schnellen Pässen in die Spitze dominierte die DFB-Auswahl die erste Halbzeit. Nach der Tor-Gala gegen Armenien, das am Mittwoch gegen Außenseiter Liechtenstein nur 1:1 spielte, wechselte Flick nur einmal: Ilkay Gündogan nahm die Position im offensiven Mittelfeld von Marco Reus ein, der leicht angeschlagen gar nicht erst mitgeflogen war.

Rüdiger trifft zum zweiten Mal

In der Luft hatten sich Flick und sein Trainerteam gegen die meist großen isländischen Nationalspieler eigentlich weniger Chancen ausgerechnet. Eine klar einstudierte Freistoßvariante nutzte aber Rüdiger mit einem wuchtigen Kopfball zu seinem zweiten DFB-Treffer nach fast vier Jahren. Joshua Kimmich hatte den Ball überlegt über den Strafraum gechippt, wo der Chelsea-Verteidiger lauerte.

Die Gastgeber brachten die erneut enorm abgeklärte DFB-Abwehr in der ersten Halbzeit kaum in Gefahr. Schon zur Pause war klar, dass die beeindruckende Statistik der auswärts in der WM-Quali ungeschlagenen Nationalmannschaft ausgebaut wird. Der Erfolg in Island war der 16. Quali-Auswärtssieg in Serie.

Zur zweiten Halbzeit kamen Kai Havertz und Klostermann für Gnabry und Hofmann in die Partie. Flick hatte mehrfach betont, auch genau auf die Belastungssteuerung achten zu wollen. Unter anderem spielen die Bayern-Profis, von denen sechs in der Startelf standen, am Samstag bei RB Leipzig und kommende Woche in der Königsklasse beim FC Barcelona.

Sané beseitigt Restzweifel

Ein wenig Glück hatte Deutschland, als Johann Gudmundsson zu Beginn der zweiten Hälfte nur den Pfosten traf (49.) - für ein paar Minuten war die DFB-Auswahl etwas nachlässig geworden. Die Flick-Elf fing sich aber schnell wieder. Havertz setzte den Ball nach einem Überzahl-Angriff zunächst am Tor vorbei (55.), ehe Sané mit einem Linksschuss unter die Latte letzte Restzweifel am deutschen Sieg beseitigte. Der Bayern-Profi klatschte grinsend mit Vorlagengeber Goretzka ab und wurde wenig später für Jamal Musiala ausgewechselt (60.).

Flick konnte beruhigt auf der Bank Platz nehmen, auch wenn Werner aus kurzer Distanz die nächste Riesenchance ausließ (61.). Halldórsson hielt auch gegen Gündogan (72.). Im einsetzenden Island-Regen brachte die DFB-Auswahl den Sieg routiniert ins Ziel, Werner machte in der Schlussphase dann doch noch sein drittes Tor im dritten Spiel unter Flick. (RBlive/dpa)