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Zu ruhig für Titel? Nagelsmann schlägt beim Thema Kommunikation Alarm

Seine Spieler soll mehr reden, fordert RB-Coach Julian Nagelsmann.

Seine Spieler soll mehr reden, fordert RB-Coach Julian Nagelsmann.
Copyright: Imago/Eibner

1:3 und 0:1 verloren – es gibt bessere Ergebnisse, um die Testspielphase zu beenden, als die zwei Pleiten gegen Aston Villa am Wochenende. Aber wozu sind Übungsspiele da, wenn nicht, um aus ihnen zu lernen.

Kein Reden auf dem Feld

Für RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann waren die beiden Partien gegen den Aufsteiger in die Premier League deshalb gute Showcases, die er seinem Personal vorspielen kann. Eine der Herausforderungen, die der neue Coach der Sachsen mit seinen Spielern meistern will, ließ sich nämlich gut dokumentieren: Es ist das Reden auf dem Feld.

„Gleichbleibend schlecht“, nannte der Coach die Art und Weise, wie die Profis des Vorjahresdritten während eines Spiel mit einander sprechen. Nämlich so gut wie gar nicht. „Mein Team ist viel zu ruhig“, sagte Nagelsmann nach der Pleite am Samstag. Ein Problem, gerade „wenn die Stadien voll und laut sind“. „Dann sind auch meine Möglichkeiuten begrenzt.“

Nagelsmann ist ein Viel- und Lautsprecher, ständig kommuniziert er mit seinem Team. Dirigiert es, weist ihm Laufwege und Positionen an – weckt es auf. Das Gleiche fordert er von seinem Personal auf dem Feld. Vor allem von seinen Führungsspielern. „Das ist viel zu ruhig bei meinem Team. Wir müssen mehr Spieler haben, gerade die schon länger hier sind, die mehr sprechen. Jeder darf und kann frei seine Meinung äußern. Die Spieler haben oft das Gefühl, es muss immer alles richtig sein, was sie sagen. Aber es ist nicht so. Manchmal geht es einfach nur darum, dem Nebenmann zu sagen: Hey, ich bin da, ich helfe dir! Ob  das dann immer alles richtig ist, ist scheißegal. Manchmal braucht es einfach nur Präsenz.“

Es geht um Ordung und Führung

Solche, wie sie die Topteams der Liga dem reichlich jungen Leipziger Kader immer wieder vorführen. Der Rekordmeister zum Beispiel. Nagelsmann meinte: „Ich erinnere gern an die Bayern. Auch die die haben immer mal wieder Phasen im Spiel, wo sie nicht so gut drin sind. Aber es sind Spieler wie Thomas Müller auf dem Feld. Wenn man den mal beobachtet: Der ist immer am Sprechen, entweder mit Mitspielern als auch Gegnern. Das reißt die Mannschaft mit oder weckt sie auf.“

Darum geht es nämlich: A) Um sich der Präsenz der Nebenleute zu versichern, B) ums Führen, C) ums Motivieren und D) um Ordnung und Struktur. „Es gibt einfach immer wieder Momente, wo du nicht so gut drin bist im Spiel, aber besser drin sein könntest und da hilft immer viel Kommunikation“, so Nagelsmann. „Da haben wir zu oft Situationen, wo das Spiel so vor sich hinplätschert. Und irgendwann ist es auch fürs Sprechen zu spät, dann passieren Dinge wie am Samstag, gerade die zwei letzten Gegentreffer, wo wir körperlich platt sind und auch fußballerisch, was man aber durchs Sprechen geregelt bekommt. Gerade was die Abstände zueinander anbetrifft.“

Wie schnell der Kader das abstellen kann, ist allerdings unklar. Vor allem vor dem Hintergrund, dass etwa im ersten Test gegen Aston Villa in Marcelo Saracchi, Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano, Nordi Mukiele oder Christopher Nkunku Spieler auf dem Feld waren, die gar nicht oder kaum Deutsch sprechen. Und Stammkräfte wie Diego Demme oder Marcel Sabitzer zu still sind. „Das müssen wir lernen“, forderte Nagelsmann.

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