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"Fünf Millimeter unterm Profibereich" U19-Coach Meyer über die Entscheidung für RB Leipzig

Daniel Meyer war Chefcoach bei Eintracht Braunschweig) und trainiert jetzt die U19 von RB Leipzig.

Daniel Meyer war Chefcoach bei Eintracht Braunschweig) und trainiert jetzt die U19 von RB Leipzig.

Mit Daniel Mayer bekommt RB Leipzig einen neuen Trainer für die U19, der bereits hochklassig Erfahrungen im Herrenbereich vorweisen kann. Im Interview mit dem Kicker (Montag) erklärt er, was für ihn den Ausschlag gegeben hat, bei den Sachsen zu unterschreiben.

Lieber U19 bei RB Leipzig als Profifußball in der 2. Bundesliga

Der gebürtige Hallenser hat Stationen in Cottbus, Köln, Aue und Braunschweig vorzuweisen. Dort kämpfte er in der 2. Bundesliga zuletzt eine Saison lang gegen den Abstieg. Die Kombination aus der Corona-Pandemie und der sportlich schwierigen Saison im Verein habe viel Kraft gekostet, sei aber nicht der Grund für die Trennung gewesen. RB Leipzig habe ihn stattdessen schon zum wiederholten mal angefragt und diesmal hatte es gepasst. Die Rückkehr in den Nachwuchsbereich, den er unter anderem beim FC Köln leitete, ist für ihn kein Rückschritt. "Die U19 bei RB Leipzig zu trainieren ist ja quasi fünf Millimeter unter dem Profibereich, da es die zweithöchste Mannschaft im Verein ist", so Meyer.

"Nicht zu viel Romantik"

Eine weitere Station im Profibereich als Chefcoach war für ihn sogar undenkbar, dafür seien ihm die letzten beiden Jahre zu fordernd gewesen. Statt immer auf den nächsten Spieltag zu schauen wird er wieder "in der Tiefe" arbeiten. An Optionen hatte es nicht gemangelt. Dass es grundsätzlich im Fußball auch um Unterhaltung und nicht nur um Sport geht, kann er aushalten. Auch, wenn "politische Strömungen im Klub" oder "mediale Szenarien" aus Meyers Sicht vom Wesentlichen ablenken. "Man darf nicht zu viel Romantik hineinlegen", sagt er.

Wird Meyer Leipzigs Norbert Elgert?

An den Zielen im Nachwuchs hat sich währenddessen nichts geändert. "Wenn wir nicht Erster oder Zweiter werden, aber fünf Jungs zu den Profis durchbringen, haben wir alles richtig gemacht", so Meyer. Das wichtigste sei dabei die eigene Identität. Bei der Nationalmannschaft habe man das zu lange ignoriert. "Mich hat immer gestört, dass wir ein bisschen zu viel auf andere geschaut haben und dann erstaunt waren, dass wir zum Beispiel keine Mittelstürmer und keine Innenverteidiger mehr hatten, nachdem wir einige Jahre den Spaniern nachgeeifert haben." In Leipzig will er den Grundstein legen, dass die Dinge anders laufen. "Ob ich dann der Leipziger Norbert Elgert werde (langjähriger Jugendtrainer beim FC Schalke 04 , d. Red.) oder etwas Anderes mache, werden wir sehen."

(RBlive/msc)