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„Klapperschlange” und „Tür zu” Wie Kinder RB-Fußball lernen – Klub startet Fußball-AG's an Grundschulen

Kleiner Balljäger: ein Talent aus der U8 von RB Leipzig.

Kleiner Balljäger: ein Talent aus der U8 von RB Leipzig.

Jan Schäfer, seit 2019 Leiter des Kleinfeldbereichs bei RB Leipzig von der U8 bis zur U14, hat interessante Einblicke in die Arbeit mit den jüngsten Spielern von Rasenballsport gegeben.

„Die größte Neuerung”, die Schäfer & Co. seit 2019 vorangetrieben haben, „war die vereinheitlichte Übertragung der RBL-Philosophie auf die jüngeren Altersklassen. Das heißt, dass wir die Einstellung, die unsere Profimannschaft vorlebt, nun auch im Nachwuchsbereich stärker vermitteln, denn bisher war das oft vom einzelnen Trainer abhängig”, erklärte Schäfer auf der Webseite des Klubs.  „Um das umzusetzen, musste natürlich auch das Training angepasst werden. Daher haben wir uns verschiedene Trainingsbausteine überlegt und diese im letzten Sommer unter Federführung von Paul Klein, Nachwuchskoordinator U8 bis U11, in passende Übungsformen integriert.”

Bis zur U12 sortiert RB Leipzig keinen Spieler mehr aus

So sind die Elemente des RB-Spiels auch bei den Jüngsten stärker als zuvor präsent – nur spielerischer. „Pressing beispielsweise bezeichnen wir als ,Balljagen’. Solche altersgerechten Vereinfachungen gib es auch für andere taktische Anweisungen. Den Gegner zu erwarten und auf dem Sprung zu sein, wird bei uns ,Klapperschlange’ genannt und Restverteidigung heißt bei uns ,Tür zu’ - das heißt, dass der letzte Spieler oder die letzte Spielerin absichert”, so Schäfer.

Generell ist die RB-Ausbildung im Kleinfeldbereich in zwei Phasen unterteilt: Von der U8 bis einschließlich U11 soll eine „Bolzplatzmentalität” ausgebildet werden, von U12 bis U14 stehen auch taktische Inhalte auf dem Programm, um die Spieler auf das Großfeld vorzubreiten. In der ersten Ausbildungsphase werde kein Spieler mehr aussortiert; vor dem Schritt in die U12 überlegen Klub, Spieler und Eltern gemeinsam, ob es besser ist, ein Talent bei einem anderen Klub weiter auszubilden.

Schäfer nennt Leon Koß (U16) und Lenny Franke (U14) als Beispiele, die eine gewisse Zeit bei anderen Vereinen spielten und dann zurück zu RB geholt wurden. „Das zeigt, dass es Beispiele gibt, bei denen es der Entwicklung der Kinder geholfen hat, eine gewisse Zeit aus dem Akademiebetrieb herausgekommen zu sein”, betont Schäfer.

RB Leipzig startet Fußball-AG an Grundschulen

Übrigens: RB Leipzig ist seit diesem Schuljahr auch nachhaltig an Leipziger Grundschulen präsent, um ein zusätzliches Sportangebot für die jüngsten Schüler zu schaffen. Der Bundesligist startet eine Fußball-AG an zunächst acht Leipziger Grundschulen. „Langfristiges Ziel ist es, die Fußball-AG an allen interessierten Schulen im Stadtgebiet anzubieten”, teilte RB dazu mit. Auftaktveranstaltung an diesem Dienstag mit Schäfer, U10-Trainer Kai Vogel und dem Nachwuchstrainer Simon Knöbel findet an der Grundschule an der Bernhard-Göring-Straße statt.

Weitere teilnehmende Grundschulen: 5. Grundschule Leipzig; 9.
Grundschule Leipzig; Grundschulen Markkleeberg Ost, Mitte und West;
Grundschule Großstädteln; Grundschule am Floßplatz.
(RBlive/ukr)