RB Leipzig

Mehr Fehler, mehr Kreativität: Krösche will mehr Talente im RB-Kader

Von (RBlive/msc) 30.04.2020, 08:15
Markus Krösche hat die nächste Entwicklung des Nachwuchs bei RB Leipzig vor Augen.
Markus Krösche hat die nächste Entwicklung des Nachwuchs bei RB Leipzig vor Augen. imago/Jan Huebner

Über mangelnde Durchschlagskraft der Nachwuchsarbeit bei RB Leipzig wird seit Jahren gesprochen. Markus Krösche hat gegenüber der Bild-Zeitung nun erklärt, wie er mit der nächsten Neuerung dafür sorgen will, dass endlich mehr Eigengewächse den Weg in den Profikader finden.

Krauß schaffte unter Nagelsmann nicht den Druchbruch

Krauß, Majetschak, Kühn, Abouchabaka: Dort schaffte es bislang noch keines der selbst ausgebildeten Talente nachhaltig. Bis auf wenige Minuten in der Europa-League-Qualifikation sind Einsätze von Zukunftsversprechen mit RB-Hintergrund Mangelware, obwohl Julian Nagelsmann als Förderer der Jugend gilt. Über U19-Nationalspieler Krauß sagte der Trainer am Saisonbeginn, er sei "nah dran" am Kader. Ein halbes Jahr später musste er von seinen Hoffnungen zurücktreten und nannte Einsätze der Nachwuchskräfte "nicht förderlich für eine junge Karriere."

Marco Kurth folgt auf Alexander Blessin

Um diese kümmert sich in der kommenden Saison bei der U19 Marco Kurth. Auch seinem Vorgänger Alexander Blessin war es in zwei Jahren nicht vergönnt, einen seiner Schützlinge in der Bundesliga auflaufen zu sehen. Sechs mal saß Tom Krauß auf der Bank neben den RB-Stars. "Vier bis fünf Jungs aus unserem Nachwuchs sollen im Kader der Bundesliga einen festen Platz einnehmen", fordert Krösche mittel- bis langfristig. 

Mehr Freiheiten und mehr Fehler

Drei feste "Akademieplätze" bekommt der Profikader nun zugewiesen. Damit diese auch sinnvoll genutzt werden, hat Krösche eine Anpassung der Philosophie auf den Weg gebracht. Wesentlich sind dabei neue Freiräume, die Talente sollen Fehler machen dürfen. "Die Spieler sollen viele eigene Entscheidungen treffen", so Krösche, und "nicht zu sehr in Schemen gepresst werden. Wir wollen dadurch Kreativität fördern, die die Spieler nachher bei den Profis brauchen."

Die Trainer werden daher künftig weniger eingreifen und eher Leitplanken für die Entwicklung vorgeben. Von der U13 bis zur U16 geht es dabei mehr um die Fähigkeiten der Spieler, ab der U17 dann vermehrt um Mannschaftstaktik. Neu ist zudem, dass bei RB künftig auch jahrgangsübergreifend trainiert wird, wie es auch in Spanien und Holland der Fall ist.