Sonderweg von Söder

500 Auswärtsfans von RB Leipzig dürfen gegen Bayern München dabei sein

Von dpa/ukr Aktualisiert: 26.01.2022, 12:51
Fans von RB Leipzig beim letzten Gastspiel in München mit Fans im Februar 2020.
Fans von RB Leipzig beim letzten Gastspiel in München mit Fans im Februar 2020. (imago/Picture Point LE)

Mitten in der Kritik des Profisports an den Corona-Maßnahmen der Politik hat Bayern mit der Lockerung von Zuschauer-Beschränkungen einen Vorstoß gewagt. Das Kabinett von CSU-Ministerpräsident Markus Söder beschloss am Dienstag in München bis auf Weiteres das Ende der Geisterspiele im Freistaat für überregionale Sportveranstaltungen.

Nun dürfen zu den Spielen des deutschen Fußball-Meisters Bayern München, des FC Augsburg und der SpVgg Greuther Fürth oder zu den Partien der Zweitliga-Klubs immerhin wieder bis zu 10.000 Fans kommen. Es dürfen, von dieser absoluten Obergrenze abgesehen, aber maximal 25 Prozent der Zuschauer-Kapazitäten genutzt werden. Die Regelung, die am Donnerstag in Kraft tritt, gilt auch für Profiligen im Handball, Basketball, Eishockey und Volleyball.

RB Leipzig darf 500 Fans mit zum Auswärtsspiel bei Bayern München bringen

Sogar Auswärtsfans sind in Bayern zugelassen. Laut Sportbuzzer/LVZ dürfen 500 Anhänger von RB Leipzig beim Spiel gegen den FC Bayern am 5. Februar (18.30 Uhr) begleiten. RB bestätigte das auf Nachfrage. Besucher müssen geimpft beziehungsweise genesen und zusätzlich geboostert oder getestet sein. Es gilt Maskenpflicht. Der Ticketverkauf startet am Montag im Onlineshop, zuerst für Vielfahrer, dann Dauerkarteninhaber und OFC's.

Einen Tag zuvor hatten die Bundesregierung und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten entschieden, ihren Corona-Kurs wegen der steigenden Infektionszahlen durch die Omikron-Variante fortzusetzen. Das bedeutete nichts anderes, als dass Spiele in den Profiligen - abhängig vom Bundesland - weiterhin nur ohne oder mit wenigen Zuschauern stattfinden dürfen. Zumindest die unterschiedlichen Vorgaben in den Ländern sollen bis zum 9. Februar bundesweit vereinheitlicht werden.

„Es ist nicht ganz fair, dass wir in Hamburg in der Elbphilharmonie 2000 Leute haben, und woanders geht das nicht. Dass wir in einigen Fußballstadien 15.000 Leute haben, wir haben Geisterspiele. Also wenn, muss das schon vernünftig gleich sein”, hatte CSU-Chef Söder schon am Montagabend in den Tagesthemen der ARD gesagt.