Gulacsis Abgang fix „Hilft gewaltig”: RB setzt weiter auf Orban
Der eine Routinier geht, der andere soll bleiben. Sportchef Marcel Schäfer erklärte im Trainingslager, warum.

Saalfelden – Elf Jahre sind eine lange Zeit im Profifußball. Mit dieser Vereinstreue war Peter Gulacsi passenderweise die Nummer elf im Ranking der Spieler mit der längsten Vertragslaufzeit der Bundesliga. Knapp vor ihm: Willi Orban und Lukas Klostermann.
Doch Gulacsi muss nun aus der Liste gestrichen werden. Der ewige RB-Torhüter wechselt in die spanische Liga zu Villarreal, wie RB am Montagabend vermeldete. „Nach elf Jahren fällt mir dieser Abschied wirklich nicht leicht. RB Leipzig war für mich nie nur ein Klub. Leipzig ist für meine Familie und mich zu unserer zweiten Heimat geworden, und die Menschen hier werden immer einen besonderen Platz in meinem und unserem Herzen haben”, teilte er zum Abschied mit.
Neuanfang für Gulacsi: sportlich und privat
„Wir haben im vergangenen Jahr aus Überzeugung mit ihm verlängert und sind auch der Überzeugung, dass das mit Maarten Vandevoordt, Pete und Leo Zingerle eine tolle Kombination gewesen wäre”, hatte Schäfer am Mittag erklärt. „Aber wenn ein sehr verdienter Spieler einen Wunsch äußert, nochmal etwas Neues zu machen – sportlich und familiär – setzen wir uns zusammen und besprechen das.”
Als Nachfolger steht nun Ørjan Nyland bereit, der für ähnliche Werte wie der Ungar steht: Konstanz, Ruhe und Verlässlichkeit.
Orban „voll eingeplant”
Anders als bei seinem Kumpel Gulacsi ist die Lage bei Orban, neben Klostermann dem letzten verbliebenen alten Helden. Jüngst wurden Gerüchte laut, laut denen Orbans Agentur dem RB-Urgestein einen Job in Saudi-Arabien bei Al-Diriyah FC beschafft habe. Doch Schäfer bekräftigte nun im heißen Saalfelden, dass Orban aus seiner Sicht unbedingt Teil des RB-Teams bleiben solle.
„Willi hat eine tolle Saison gespielt, unser Bestreben ist es ganz klar, mit ihm auch in die nächste Saison zu gehen”, so der Manager. Bei den bisherigen Tests wurde deutlich, dass sein designierter Nachfolger Abdoul Koné sich an Niveau und Konstanz erst noch gewöhnen muss. „Gerade bei der DNA, die wir haben, mit jungen, hungrigen Spielern zu arbeiten, sind Spieler wie Pete und Willi wirklich wichtig, um die Jungs mit uns gemeinsam zu entwickeln. Das hilft gewaltig. Deshalb ist Willi voll eingeplant”, so Schäfer.
So wird Orban anders als Gulacsi wohl bald der letzte Mohikaner der Aufsteiger von 2016 sein, denn auch Klostermanns Tage sind wohl gezählt.