Andre Silva wird eingewechseltEx-RBler Hwang wird zum Matchwinner gegen Portugal

Von dpa/RBlive Aktualisiert: 03.12.2022, 11:00
Hee-chan Hwang traf für Südkorea.
Hee-chan Hwang traf für Südkorea. imago/Focus Images

Nur einen Tag nach dem japanischen Coup im Herzschlagfinale mit Deutschland hat auch Südkorea in einem ähnlich dramatischen Szenario das WM-Achtelfinale durch ein 2:1 (1:1) gegen den bereits qualifizierten Favoriten Portugal am Freitag erreicht. Dabei wurde Ex-RBLer Hee-chan Hwang zum Matchwinner, Portugals Andre Silva wurde für eine halbe Stunde eingewechselt.

"Wollen Spaß haben und genießen"

"Ich bin sehr stolz. Ich möchte allen Fans danken und freue mich, dass wir ihnen dieses Geschenk machen konnten", sagte Matchwinner Hee-Chan Hwang. Der einstige Profi des Hamburger SV und RB Leipzig war in den ersten beiden Spielen noch verletzt, nun machte er mit seinem Joker-Tor in der Nachspielzeit (90.+2) den erst dritten Achtelfinal-Einzug seines Landes bei der elften WM-Teilnahme perfekt.

"Ich wollte im letzten Spiel unbedingt helfen. Das war der beste Weg, dem Team etwas zurückzugeben", betonte Hwang und der Mainzer Jae-Sung Lee meinte im Überschwang: "Wir wollen jetzt nur noch Spaß haben und das genießen."

Ronaldo gelang nichts gegen Südkorea

Keinen Spaß hatte Superstar Cristiano Ronaldo, der nach einer schwachen Vorstellung weiterhin auf den Tor-Rekord von Eusebio warten muss und das Geschehen nach seiner Auswechslung erstaunt von der Bank aus verfolgte.

Vor dem Tor gelang dem fünfmaligen Weltfußballer nichts und dann war er auch noch beim ersten Gegentor von Young-Gwon Kim (27.) nicht ganz unbeteiligt. Nach einer Ecke machte der Superstar eine unglückliche Figur, als der Ball von seinem Rücken zu Kim prallte, der schließlich nur noch einschießen musste. Von den südkoreanischen Fans musste sich Ronaldo auch noch «Messi»-Rufe anhören.

Gruppensieg für Portugal nicht in Gefahr

Für ihn kam RB Leipzigs Andre Silva in die Partie, zu dem Zeitpunkt stand es 1:1. Allerdings vermochte auch der RB-Stürmer nicht, entscheidende Akzente zu setzen. Der Gruppensieg war für Silva und Co. dennoch nicht in Gefahr, wodurch die Portugiesen den vermeintlich leichteren Weg in der K.o.-Phase einschlagen werden.