"Keine großen baustellen"

Andreas Hinkel geht mit RB Leipzig entspannt in die heiße Phase

Von RBlive/msc 25.03.2022, 15:53
Andreas Hinkel geht mit RB Leipzig in die heiße Phase der Saison.
Andreas Hinkel geht mit RB Leipzig in die heiße Phase der Saison. imago/opokupix

Momentan arbeiten Domenico Tedesco und sein Trainerteam bei RB Leipzig mit den verbliebenen Spielern, die nicht zur Nationalmannschaft gefahren sind. Assistent Andreas Hinkel sprach gegenüber dem Sportbuzzer über die Vorbereitung auf die heiße Phase der Saison.

Nationalspieler bringen die Mannschaft durch neue Eindrücke weiter

Dass nicht alle im Training sieht, ist für Hinkel aktuell kein großer Nachteil. "In einer kleinen Gruppe sind mehr Wiederholungen möglich. Wir verschwenden die Zeit also nicht, gucken auch Videos mit den Jungs", sagt er. Auch wenn der Rest des Teams auf reisen ist könne man "die Übrigen verbessern." Für die Nationalspieler sei es außerdem ein mentaler Schub nach vorn, gerade bei frisch Debütanten wie Christopher Nkunku. "Und sie bringen von der Nationalmannschaft viele Eindrücke und Sichtweisen mit. Das hat auch Effekte auf die Mannschaft."

Keine großen Baustellen bei RB Leipzig

Diese Gelassenheit im Hinblick auf das gemeinsame Training hat sich die Mannschaft gemeinsam erarbeitet, dann die Rückrunde lief sehr gut. Sportlich sieht der Tedesco-Assistent keine großen Baustellen. Aber manche Themen müsse er immer wieder auffrischen, zum Beispiel die Kompaktheit. "Wenn wir schnell nach vorn spielen und nicht nachrücken, haben Teams wie Frankfurt Umschaltmomente." Daraus seien gefährliche Situationen entstanden, auch wenn die Eintracht sie nicht ausreichend nutzen konnte.

Hinkel über heiße Phase: "Jeder Fehler kann bestraft werden"

Die Saison geht nun in den Endspurt. Oberste Priorität bleibt für RB das Erreichen der Champions League. Hinkel spricht dafür ein großes Lob ab die medizinische Abteilung aus. "Unser Ziel war, dass wir auf alle zurückgreifen können, wenn es in die heiße Phase geht. Das ist jetzt so." Am vergangenen Spieltag hätte das Team sich absetzen können, verpasste das aber aufgrund des Unentschieden gegen Frankfurt. "Jeder Fehler kann bestraft werden. Es kommt auf Kleinigkeiten an. Man kann sich nicht mehr viel erlauben", sagt Hinkel.

Glücklicherweise patzten auch die zuvor punktgleichen Konkurrenten Freiburg (wie Leipzig 45 Punkte) und Hoffenheim (44 Punkte), aber sogar Köln (40 Punkte) könnte noch ein Wörtchen mitreden. Zumal das Restprogramm für RB anstrengender wird als für die anderen drei Teams. Nur RB spielt noch international, daneben nur Freiburg noch im DFB-Pokal.

Manchen Spielern muss das Trainerteam den Druck nehmen

Mit dem Erfolgsdruck kann Hinkel umgehen. "Ich persönlich habe mich darauf immer sehr gefreut, anderen geht es ähnlich. Die sind quasi dafür geboren. Die sagen sich: Geile Stimmung, K.o.-Spiel, dafür arbeiten wir die ganze Saison." Aber bei manchen müsse man diesen eher nehmen. Dabei ist dann die Feinfühligkeit des Trainerteams gefragt. Die Moderation funktioniert bislang gut, das betonen auch die Spieler. "Aber man spürt bei manchen natürlich auch mal ein wenig Unzufriedenheit", sagt Hinkel zum Thema Einsatzzeiten. "Das ist aber auch gut so. Jeder hat bisher seinen Teil beigetragen und wird das auch im April tun."