Ausgerechnet Klopp! Ex-Red-Bull-Boss streicht zwei RB-Profis aus DFB-Kader
Bundestrainer Jürgen Klopp, bis Sommer Red-Bull-Fußballchef, verzichtet bei seiner zweiten Kadernominierung auf RB-Kapitän David Raum. Auch Ridle Baku fehlt im Aufgebot für die Nations-League-Spiele gegen Serbien und die Niederlande. Nur Brajan Gruda darf sich freuen.

Leipzig/hen – Für David Raum endet das Länderspieljahr mit einer herben Enttäuschung. Der Kapitän von RB Leipzig steht nicht im 24-köpfigen Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die abschließenden Nations-League-Partien gegen Serbien und die Niederlande. Bundestrainer Jürgen Klopp entschied sich bei seiner zweiten Kadernominierung gegen den 28-Jährigen.
Brisante Entscheidung
Dabei hatte Raum unter Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann lange zum festen Personal gehört. Zuletzt war der Linksverteidiger im November 2023 bei einer regulären Kadernominierung zunächst nicht berücksichtigt worden, rückte damals allerdings noch für Robin Gosens nach. Im September hatte Klopp ihn noch für seinen ersten DFB-Lehrgang berufen.
Die Entscheidung birgt besondere Brisanz. Klopp kennt Raum aus seiner Zeit als Head of Global Soccer bei Red Bull. Ausgerechnet der frühere Fußballchef des RB-Kosmos verzichtet nun auf Leipzigs Kapitän, der bei seinem Verein unumstrittener Stammspieler ist. Eine individuelle Begründung für die Nichtberücksichtigung lieferte der Bundestrainer zunächst nicht.
Gruda darf auf sein Debüt hoffen
Leipziger Gewinner der Nominierung ist Brajan Gruda. Der 22-Jährige steht vor der nächsten Gelegenheit zu seinem ersten A-Länderspiel. Bereits 2024 trainierte er im Vorfeld der Europameisterschaft als Perspektivspieler mit der Nationalmannschaft. Im September nominierte ihn Klopp, doch eine Verletzung verhinderte das Debüt.
„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, hatte Klopp damals angekündigt. Nun bekommt Gruda seine nächste Chance. Der Bundestrainer schwärmte zuletzt von einem „Straßenfußballer“ und „geilen Zocker“, dessen Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft sei.
Baku trifft gegen City – und wird aussortiert
Bitter ist die Entscheidung auch für Ridle Baku. Erst am Mittwochabend hatte der Außenverteidiger beim 2:3 gegen Manchester City in der Champions League den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt – nach Vorlage von Gruda. Einen Tag später folgte der Rückschlag.
Für Baku ist es bereits die nächste Enttäuschung im Nationaltrikot. Im März hatte ihn Nagelsmann nicht berücksichtigt, anschließend verpasste er die Weltmeisterschaft. Klopp holte ihn im September zurück, ließ ihn beim 2:0 gegen Serbien allerdings über 90 Minuten auf der Bank. Nun fehlt der 28-Jährige erneut.
Deutschland tritt am 13. November in Belgrad gegen Serbien und am 16. November in Berlin gegen die Niederlande an.