TRansfer außerhalb des Rasters? Bericht: RB hat DFB-Nationalspieler auf dem Einkaufszettel
Nadiem Amiri wäre mit 29 Jahren ein höchst ungewöhnlicher Transfer für RB Leipzig, könnte aber dennoch gut passen. Doch noch ist das Interesse eher vage.

Leipzig/ukr – Einem Bericht der Sport-Bild zufolge, hat RB Leipzig erneut Interesse an Nadiem Amiri bekundet. Der gerade ausgeschiedene WM-Teilnehmer, der zu den wenigen Lichtblicken im Team gehörte, steht noch bis 2028 bei Mainz 05 unter Vertrag – ohne Ausstiegsklausel. Eine Verpflichtung wäre also nicht billig. Amiri wäre eine Alternative für Brajan Gruda, der den Leipzigern mit derzeit 35 Millionen Euro zu teuer ist, und den verletzten Christoph Baumgartner.
Lesen Sie hier: Alles über die Transfer-Gerüchte bei RB Leipzig
Der versierte Zehner Amiri würde zudem perfekt zur Strategie passen, einen Block deutscher Nationalspieler und potenzieller A-Nationalspieler um Assan Ouédraogo, Rocco Reitz und Gruda zu installieren. Allerdings ist der Ludwigshafener mit 29 Jahren deutlich zu alt für das RB-Raster. Doch die Leipziger haben immer betont, dass es wie einst bei Kevin Kampl auch seltene Ausnahmen gebe, um etwa das Team zu stabilisieren und dem Gefüge mehr Erfahrung zu verleihen. Der charakterlich einwandfreie Amiri könnte das Team führen und den vielen jungen Spielern als Offensivanker Halt geben.
Mainz-Sportdirektor: „Sind tiefenentspannt”
Noch ist nichts konkret. „Gerüchte zu Nadiem haben wir schon zuhauf gehört. Da sind wir tiefenentspannt. Er hat einen langfristigen Vertrag bei uns, ist total glücklich in Mainz und hat uns gegenüber noch nicht einmal geäußert, dass er einen Veränderungswunsch in sich trägt”, sagte Mainz' Sportdirektor Niko Bungert zum Trainingsauftakt unter anderem der Allgemeinen Zeitung aus Mainz. Eine konkrete Anfrage sei in Mainz bislang nicht eingetroffen.
Ohnehin muss sich RB nach dem überraschenden Trainerwechsel erst weiter sortieren. Sportchef Marcel Schäfer müssen Kader, Schattenkader und Transferziele weiter abgleichen. Noch ist also wenig konkret, doch fußballerisch würde Amiri RB sicher guttun. Der Deutsche Meister könnte sich im schon reifen Fußballeralter nach Stationen in Hoffenheim, Leverkusen, Genua und Mainz noch einmal den Traum von der Champions League erfüllen.