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WM-Nachnominierung „Bist du betrunken?“: So verlief Nagelsmanns Anruf bei Ouedraogo

Assan Ouedraogo rechnete nicht mehr mit einer WM-Chance. Dann klingelte plötzlich das Telefon. Der RB-Profi verrät, wie ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann von der Nachnominierung informierte – und welche ungewöhnliche Frage er ihm als Erstes stellte.

Aktualisiert: 10.06.2026, 20:49
Gemeinsam bei der DFB-PK in Winston-Salem: die RB-Profis Assan Ouedraogo (l.) und David Raum
Gemeinsam bei der DFB-PK in Winston-Salem: die RB-Profis Assan Ouedraogo (l.) und David Raum Foto: Imago/Picture Point LE

Leipzig/Winston-Salem/hen - Die Nachricht erreichte Assan Ouedraogo völlig unerwartet. Als der Mittelfeldspieler von RB Leipzig den Anruf von Bundestrainer Julian Nagelsmann erhielt, war er eigentlich im Urlaub auf Marbella - und Entspannungsmodus.

"Direkt von 0 auf 180"

"Ich lag auf der Liege und war unfassbar am Chillen mit meinen Jungs", berichtete Ouedraogo am Dienstag im WM-Camp der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem. Dann klingelte das Telefon. "Direkt von 0 auf 180. Ich bin um die Ecke gegangen, damit mich keiner hört."

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Der Bundestrainer habe ihn zunächst mit einer ungewöhnlichen Frage begrüßt. "Er hat mich gefragt, ob ich betrunken bin", erzählte Ouedraogo schmunzelnd. "Ich trinke ja sowieso nicht." Kurz darauf stand fest: Der 20-Jährige wird für die Weltmeisterschaft nachnominiert. "Ich wusste erst gar nicht, wohin mit mir. Dann bin ich sofort nach Hause und zum Flieger."

Raum will nicht Dritter werden

Auch RB-Teamkollege David Raum freute sich über die Nachricht. Er habe die Nachnominierung zunächst über einen Athletiktrainer von RB Leipzig erfahren. "Da habe ich es erst realisiert", sagte Raum. "Ich habe ihm direkt geschrieben."

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Von den Qualitäten des Mittelfeldspielers ist der Nationalspieler überzeugt. "Er wird uns mit seiner Qualität und seiner Art bereichern. Ich bin froh, dass ich ihn bei mir habe."

Ouedraogo war es anfangs langweilig

Ouedraogo war bereits einen Tag vor dem restlichen DFB-Team in den USA angekommen. Die Zeit bis zur Ankunft der Mannschaft sei allerdings eher zäh gewesen. "Bis das Team kam, war es langweilig. Es ist alles sehr groß hier", sagte er. Umso größer sei die Freude gewesen, als die Mitspieler eintrafen. "Viele Freunde, viele Bekannte. Es ist cool, dabei zu sein."

Mit Blick auf das Turnier formulierte Raum derweil die Ansprüche der deutschen Mannschaft deutlich. "Wir haben nicht den Anspruch, Dritter zu werden", sagte der Leipziger. Das Ziel sei, bei der WM möglichst bis zum Ende dabei zu sein.