Bleibt der RB-Kapitän an Bord? Raum spricht über seine Zukunft in Leipzig
Auch David Raum benutzte das durch Jürgen Klopp berühmt gewordene Wörtchen „noch”, als es um seine Vertragsverlängerung ging. „Noch sehe ich mich hier”, sagte der RB-Kapitän und versprach zumindest eine weitere Saison bei RB.

Saalfelden – Erst spielte David Raum zum Abschluss des Trainingslagers von RB Leipzig in Saalfelden eine Runde Fußballgolf mit Nicolas Seiwald und den Co-Trainern. Dann stand der Kapitän von RB Leipzig Rede und Antwort. Dabei präsentierte sich der WM-Teilnehmer auskunfts- und meinungsfreudig und sprach dabei auch offen über seine Zukunft.
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Die aus Sicht von RB Leipzig drängendste Frage war freilich die nach seiner Vertragsverlängerung. Bleibt der Anführer oder nicht? Schließlich läuft sein Kontrakt im kommenden Jahr aus. Sportchef Marcel Schäfer hatte Gespräche möglicherweise noch im Trainingslager angekündigt. Doch die fanden laut Raum bislang noch nicht statt.
Raum: „Noch kein anderes Angebot vorliegen”
Es sei „wirklich noch sehr, sehr ruhig. Auch, weil ich noch kein anderes Angebot vorliegen habe, so ehrlich bin ich”, sagte Raum. Er sei „tiefenentspannt” was seine Vertragssituation angeht, habe zunächst die turbulenten Wochen nach der WM verarbeiten müssen. „Ich habe das abgeschüttelt, habe wieder richtig Energie und richtig Bock mit der Mannschaft zu arbeiten, erfolgreich Fußball zu spielen und selbst in Topform zu kommen.”
Bezüglich Gesprächen und Verhandlungen sei „noch gar nichts spruchreif”. Raum sagte: „Ich konzentriere mich jetzt einfach auf dieses Jahr, was sehr wichtig für mich ist.”
Raum: „Auf jeden Fall dieses eine Jahr noch”
Raum versprach, dass er „auf jeden Fall dieses eine Jahr noch” bei RB Leipzig spielen werde. Alles weitere müssen die Gespräche ergeben. „Man muss sich zusammensetzen und schauen: Was will der Verein? Wo will der Verein hin? Was hat der Verein mit mir persönlich vor und wo sieht er sich auch in den nächsten Jahren?” Dazu müsse auch Raum „abwägen, welche Erwartungen ich selbst an mich und an meine Karriere habe und wie hoch die Wertschätzung ist”.
Doch Raum betonte noch einmal: „Im Moment sehe ich mich noch hier. Ich sehe mich als Kapitän dieser Mannschaft, die in eine Champions-League-Saison geht, die ich mir auch persönlich erarbeitet habe.” Statt die Flucht zu suchen, habe er geholfen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. „Ich wollte mir noch ein Jahr Champions League erarbeiten und das genieße ich jetzt auch noch und alles andere muss man schauen.”
Klare, ehrliche Worte von Raum. RB Leipzig freilich muss sehen, wie der Klub damit umgeht. Schließlich will man einem verdienten Spieler den Weg nicht verbauen, doch einen ablösefreien Abgang wie aktuell bei Xaver Schlager will Rasenballsport natürlich verhindern.