Bundestrainer-Debatte Nach deutschem WM-Fiasko: Klopp will bei Red Bull bleiben
Nach dem deutschen WM-Aus wird über Bundestrainer Julian Nagelsmann diskutiert. Sollte RB-Berater Jürgen Klopp ihn beerben? Der Red-Bull-Fußballchef winkt ab - noch.

Leipzig/Bostion/hen/dpa/sid - RB-Berater Jürgen Klopp ist der Frage nach einer möglichen Übernahme des Bundestrainer-Postens in Folge des nächsten deutschen WM-Desaster ausgewichen. "Natürlich habe ich 'ne Haltung und eine Meinung dazu. Aber das kann heute Abend nicht mein Thema sein", sagte der 59-Jährige einige Stunden nach dem blamablen Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.).
"Ich habe einen Job"
"Ich habe einen Job und wir haben auch einen Bundestrainer", betonte Klopp. "Aber unabhängig von meiner Person müssen sich ganz viele Dinge ändern. Ab jetzt ist klar: Wir müssen Schritt für Schritt wieder dahinkommen, wo wir waren."
Weiterlesen: Will Klopp Nagelsmann-Job beim DFB?
Nur wie? Nicht doch mit einem neuen Nationaltrainer, nicht doch mit Klopp? "Wer dann Bundestrainer ist, das werden wir sehen", meinte der TV-Experte und ergänzte: "Wahrscheinlich ist es Julian Nagelsmann, das hat er ja gesagt, dass er gerne weitermachen würde. Dann müssen sich die Dinge trotzdem ändern. Da muss an ganz vielen Stellschrauben gedreht werden."
Nagelsmann noch bis 2028 beim DFB?
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte direkt nach dem Spiel betont, er stehe weiter zur Verfügung. Die Entscheidung liegt nach dem Scheitern im Sechszehntelfinale gegen Paraguay nun beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Vertrag von Nagelsmann läuft noch bis 2028.
Klopp ist aktuell Head of Global Soccer bei Red Bull und in dieser Funktion Chefberater von RB Leipzig. "Ich habe einen Job, den ich sehr gern mache", so der 59-Jährige. Das sei kein Halbtagsjob. "Es ist heute kein Tag, wo ich über die Personalie Jürgen Klopp nachdenke", ergänzte er.
Zu Beginn der WM hatte er aber mit einem Spruch Richtung Nationaltrainer für Unruhe gesorgt. Im Tandem mit Ex-Nationalspieler Thomas Müller hatte er betont, dass Nagelsmann der Bundescoach sei. Und ergänzt: noch.
Klopp fordert umfassende Veränderungen
Laut dem Ex-Trainer des FC Liverpool sollten nun beim DFB Dinge angesprochen werden, die die Zukunft kreieren. "So viele Dinge müssen angeschoben werden und dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Nur dafür ist die Situation genau die richtige. Wir waren Fußball-Deutschland. Um wieder Fußball-Deutschland zu werden, müssen wir jetzt ran an die Nummer, und zwar richtig", sagte Klopp.
Es gebe keinen Grund, auf die Mannschaft draufzuhauen. "Julian hat recht, die Mannschaft wollte, sie konnte in einzelnen Bereichen nicht."