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Catering-Chaos zum Saisonstart Bratwurst-Ärger im RB-Stadion

RB sucht nicht nur auf dem Platz nach seiner Form, sondern auch an den Kiosken. Der Klub kündigt Verbesserungen an.

Von Ullrich Kroemer 06.10.2026, 13:10
Bratwurst, die es kaum über den Rand des Brötchens hinaus schaffte (Symbolfoto).
Bratwurst, die es kaum über den Rand des Brötchens hinaus schaffte (Symbolfoto). (Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Leipzig – Das Urteil der Fans von RB Leipzig nach den ersten beiden Heimspielen dieser Saison war vernichtend. Gemeint war nicht die Leistung auf dem Rasen; die Partien im eigenen Stadion gewann Rasenballsport immerhin mit 3:1 und 5:0. Vielmehr bewerteten die Anhänger das neue Angebot an den Kiosken als unterirdisch.

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Nach Ablauf der Vorsaison war der bisherige Caterer Gastrobüro, der zwölf Jahre lang für die Bewirtung im RB-Stadion gesorgt hatte, durch das international operierende Unternehmen Levy abgelöst worden. Eine Firma, die unter anderem in Amsterdam und bei Tottenham Hotspur Gastrokonzepte entwickelte. „Innovative Konzepte” beim Gastro-Angebot wurden vor Saisonstart versprochen, das „noch stärker auf die Bedürfnisse der Fans ausgerichtet” sein soll, „mit einem besonderen Fokus auf Regionalität, Qualität und Vielfalt”.

Fehlstart an der Imbisstheke

Doch stattdessen legten Levy und RB einen Fehlstart an den Imbisstheken hin. Fans ärgerten sich über Portionsgrößen, Qualität, Geschmack und Preis von Brat- und Currywurst, Pommes und Fischbrötchen – die Stadionklassiker. Insbesondere die Bratwurst stieß vielen Supportern übel auf. Viel zu klein und geschmacklich Kreisklasse, lautete das Urteil. Die Brötchen schmeckten wie Aufbackware, die nicht aufgebacken wurde. Das Fischbrötchen sei mit 5,90 Euro angesichts der mageren Portionen zu teuer und die Pommes lauwarm und labberig.

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Ein Fan schrieb treffend bei X: „Das Catering ist wie unsere Spielweise zur Zeit: ideenlos, fad, sieht überhaupt nicht gut aus und ist deutlich schlechter als in der letzten Saison.”

Komplett negatives Stimmungsbild der Fans

Eine Umfrage des Portals rb-fans.de ergab, dass die 500 eingegangenen Kommentare zum Thema allesamt negativ waren. Ein „derart eindeutig negatives Stimmungsbild haben wir bei einem Thema bislang noch nicht erlebt”, heißt es auf der Seite.

Und dabei geht es nicht nur um die Waren an sich, sondern auch lange Warte-Schlangen, schlechte Planung des Bedarfs, weil bestimmte Produkte bereits in der Halbzeit alle waren und technische Probleme an den Kassen.

Neue Bratwürste und Brötchen gegen Eintracht Frankfurt

Das fatale Feedback ist auch RB Leipzig nicht entgangen. Man nehme die Kritik „sehr ernst”, teilte eine Sprecherin auf RBlive-Anfrage mit. „Bei einzelnen Produkten und Abläufen erreichen wir derzeit noch nicht den Anspruch, den wir an das Angebot in der Red Bull Arena haben.”

Für das Heimspiel gegen Frankfurt (Sa., 18.30 Uhr) nun kündigte der Klub rasche Korrekturen an. So wird eine andere Bratwurst von einem regionalen Hersteller aus Sachsen-Anhalt angeboten; Brötchen und Brezeln werden ab sofort von einer Leipziger Bäckerei geliefert. Auch bei der Currywurst sowie den Portionsgrößen generell soll nachgebessert werden. „Wir werden bei den kommenden Heimspielen prüfen, wie diese Veränderungen bei unseren Fans ankommen und ihr Feedback in die weiteren Schritte einbeziehen”, teilte RB mit.