Bittere Niederlage in ÜberzahlChampions League adé? RB verliert wichtige Punkte in Gladbach

Im Saisonendspurt bekommt RB Leipzig Muffensausen. Die Leipziger verloren im Montagsspiel bei Borussia Mönchengladbach gegen lange dezimierte Gastgeber mit 1:3 (1:2) und rutschten nun zwei Spieltage vor Schluss aus den Champions-League-Rängen auf Platz fünf.

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 02.05.2022, 22:35
Konsterniert nach dem 1:3 durch Jonas Hofmann: Kevin Kampl und Lukas Klostermann (l.)
Konsterniert nach dem 1:3 durch Jonas Hofmann: Kevin Kampl und Lukas Klostermann (l.) (imago/revierfoto)

Im Saisonendspurt bekommt RB Leipzig Muffensausen. Die Leipziger verloren im Montagsspiel bei Borussia Mönchengladbach gegen lange dezimierte Gastgeber mit 1:3 (1:2) und rutschten nun zwei Spieltage vor Schluss aus den Champions-League-Rängen auf Platz fünf.

Embolo mit Wucht zur Führung

Trainer Domenico Tedesco bot gegen die Gladbacher seine vermeintliche Topelf auf. Doch die spielte nicht wie eine solche, sondern begann unter dem schrillen Trillerpfeifen-Protestsound der 34.500 Fans zu passiv und wenig zielstrebig.

Der 19-minütige Stimmungsboykott war noch nicht beendet, als die Anhänger der „Fohlen” doch jubeln mussten. Leipzig verteidigte das Zentrum bei einem Gladbacher Konter zu halbherzig, als Konrad Laimer mit seinem Störungsversuch gegen Lars Stindl unglücklich für Breel Embolo vorlegte. Der Schweizer lief in die Lücke und traf frei vor Keeper Peter Gulacsi wuchtig zur frühen Führung (17.).

RB bekam keine Torgefahr zustande, ließ sich stattdessen in Zweikämpfe verwickeln und zu frühen Gelben Karten hinreißen; nach einer guten halben Stunde musste Tedesco Josko Gvardiol akut Rot-gefährdet gegen Marcel Halstenberg austauschen (33.).

Quittung für zu wenig Arbeit gegen den Ball

Der fügte sich präsent ein und leitete auf der linken Seite einen Konter über André Silva ein. Der Portugiese behauptete den Ball und chippte ins Zentrum zu Christopher Nkunku, der zwei Gegenspieler abschüttelte und den Ball so elegant und abgeklärt ins Tor lupfte, wie das nur Nkunku kann (36.) – ein Tor aus dem Nichts.

Rasenballsport schien der unverhoffte Ausgleich Sicherheit zu verleihen, doch kurz vor der Pause leisteten sich die Gäste wie bereits gegen Union in der Schlussphase Unkonzentriertheiten. Als Nkunku am gegnerischen Sechzehner den Ball verlor, war die Restverteidigung unsortiert.Embolo konnte in den entblößten Leipziger Hinterhof auf Jonas Hofmann zurückpassen, der zur erneuten Führung traf (45.+2). Die Quittung für zu wenig Zug nach vorn und Arbeit gegen den Ball von RB.

Leipzig war nun gezwungen, das Spiel zu machen. Doch bis auf Silvas Kopfball, den Yann Sommer an den Torbalken lenkte, kam dabei lange keine echte Torchance heraus (55.). Zwar dezimierten sich die Hausherren selbst, als Nico Elvedi Nkunku von den Beinen holte und Rot sah (64.). Doch Gladbach konnte dennoch im RB-Strafraum kombinieren und durch Hofmann sogar noch zum Endstand erhöhen (77.).

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