Für Fans der ersten Stunde Warum Comos Vorstand dem Spiel gegen RB fernbleibt
Die Funktionäre des FC Como 1907 räumen ihre Plätze, um sie angesichts des Ticketansturms auf das nur 11.000 Zuschauer fassende Stadion den treuesten Fans zu schenken, die den Klub ein ganzes Leben lang begleiten.

Como/Leipzig/sid/ukr – Platz machen für ewige Treue: Vor dem Champions-League-Debüt des italienischen Serie-A-Klubs Como 1907 sorgt die Vereinsspitze mit einer Fanaktion für Aufsehen. Wie Präsident Mirwan Suwarso in den Sozialen Medien bekanntgab, verzichtet er beim Spiel gegen RB Leipzig an diesem Donnerstag (21 Uhr/DAZN) gemeinsam mit weiteren Funktionären auf seinen Sitzplatz und bietet diesen Vereinsanhängern an, die 75 Jahre oder älter sind.
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„Wir möchten, dass diese Plätze an die Fans vergeben werden, die am längsten gewartet haben: an die Anhänger, die 1950 oder früher geboren wurden und Como in jeder Liga und zu jeder Zeit begleitet haben”, schrieb Suwarso in einem Aufruf an entsprechende Fans, auf sich aufmerksam zu machen.
Umfassende Modernisierung 2027 geplant
Erst seit 2024 ist Como wieder erstklassig, zuvor wartete der Klub 21 Jahre auf die Rückkehr in die Serie A und ging unter anderem auch durch ein Insolvenzverfahren. Seit 2019 und der Übernahme eines britischen Unternehmens geht es stetig bergauf.
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Durch den Hype um Tickets infolge des sportlichen Erfolges ist der Platzmangel zum akuten Problem des Vereins geworden. Prominente Namen wie Trainer Cesc Fabregas, junge Toptalente wie der Argentinier Nico Paz und indonesische Investoren haben den Verein innerhalb kürzester Zeit zu einer Spitzenmannschaft des italienischen Fußballs geformt. Das Stadio Giuseppe Sinigaglia mit 11.000 Plätzen plant der Klub umfassend zu modernisieren, der Bau soll 2027 beginnen.
Tickets gegen RB in wenigen Minuten vergriffen
Für die Champions League wurde die alte Fantribüne – eine Rohrkonstruktion – innerhalb weniger Monate abgerissen und eine neue Stahlbetontribüne errichtet. Es sah lange so aus, als müsse Como in das Mapei-Stadion von Reggio Emilia umziehen. Doch der Bausprint glückte, auch wegen der engen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Verein. Zudem wurde die Flutlichanlage verstärkt, Medienbereiche, die Mixed Zone, die sanitären Anlagen und die internen Sicherheits- und Überwachungssysteme erneuert und der Rasen neu verlegt und nach den Vorstellungen von Trainer Cesc Fabregas um zwei Meter verbreitert. Die Uefa hat nun grünes Licht gegeben, dass Como zu Hause spielen darf.
Das Spiel gegen Leipzig war innerhalb weniger Minuten vergriffen. Die Stadt ist voller Vorfreude, berichtet die Gazzetta dello Sport und das Seeufer auf der Seite von Como dürfte sich in einen Hexenkessel verwandeln.