Auswärtschoreo und HassbannerRasenball gegen Rassismus – Werder gegen RB

Von Ullrich Kroemer 13.11.2022, 11:18
Bunte Kurve: Auswärtsfans von RB Leipzig gegen Rassismus.
Bunte Kurve: Auswärtsfans von RB Leipzig gegen Rassismus. (imago/Picture Point LE)

Dass erstmals in dieser Saison 2000 Fans von RB Leipzig bei einem Auswärtsspiel dabei waren – etwa 850 kamen mit enem Sonderzug –, nahm die Fanszene zum Anlass für eine Auswärtschoreo. Vor Anpfiff tauchten die RB-Anhänger den Gäste-Oberrang des Weserstadions in Grün, Gelb und Rot – auch die Farben des Flagge Malis, Heimatland von Profi Amadou Haidara. Dazu plakatierten sie: „Rasenball gegen Rassismus”.

Diese Botschaft registrierten auch die Spieler. Haidara, Willi Orban & Co. bedankten sich bei den Fans und applaudierten in Richtung des Auswärtsblocks. Und auch der Klub tweetete ein Foto der Aktion mit dem Kommentar: „Unser Ball ist bunt.”

Werder-Kurve fordert: „RB auflösen”

Die Werder-Fans in der Ostkurve arbeiteten sich derweil in der ersten Halbzeit mit diversen Anti-RB-Plakaten an Gegner RB Leipzig ab. So forderten sie unter anderem: „Plastik sparen für die Umwelt – RB auflösen” und: „Egal, wie viele Pokale ihr noch gewinnt, wir werden uns nie an Euch gewöhnen.” Das Banner mit der Aufschrift „Auch ohne Mateschitz bleibt ihr ein Haufen Scheiße” erfüllt wohl den Tatbestand eines Hassplakates.

Doch bis auf die Plakate war die Atmosphäre an der Weser sonst keineswegs übertrieben aggressiv. Auch rund um das Stadion bei der Anreise der Gästefans und am Einlass ins Stadion war die Stimmung friedlich. Es gab keine bekannten Zwischenfälle. Botschaften richtete die laute und stimmungsvolle Werder-Kurve auch an den eigenen Verein. „100 Prozent Werder – Nein zum Investor” stand vor Anpfiff auf einem Blockbanner. Die Werder-Führung hatte sich im Sommer nicht abgeneigt gezeigt, einen Investor in den Klub zu holen.

Einig waren sich beide Fankurven nur bei der Ablehnung der WM in Katar. „Boykott Qatar!”, lautete die simple Botschaft aus der RB-Kurve. Werder plakatierte unter anderem „Mehr Tote als Spielminuten” und titulierte das Weltturnier als „das größte Verbrechen des Fußballs”.

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