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  5. Das erste Interview von Ex-RB-Trainer Marco Rose seit der Entlassung

Roses erstes Interview seit der Entlassung „Bin manchmal etwas drüber”

Marco Rose hat sich in einem Interview mit Klubmedien bei seinem neuen Verein AFC Bournemouth vorgestellt. Dabei sprach der gebürtige Leipziger auch über sich selbst als Trainertyp.

Von Ullrich Kroemer 05.06.2026, 11:25
Warm welcome: Marco Rose bei seinem Antrittsbesuch in Bournemouth.
Warm welcome: Marco Rose bei seinem Antrittsbesuch in Bournemouth. (Foto: Screenshot/AFC Bournemouth)

Leipzig/Bournemouth – Über ein Jahr hat Marco Rose kein ausführliches Interview gegeben. Nach der für ihn enttäuschenden Entlassung bei RB Leipzig war dem gebürtigen Leipziger nicht zum Reden zumute. Nun ist Rose erstmals wieder zu sehen und zu hören. Im Rahmen seines Antrittsbesuches bei seinem neuen Klub AFC Bournemouth hat er in einem Videointerview Auskunft über seine Vorstellungen mit dem Premier-League-Sechsten gegeben. 

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„Ich bin etwas nervös bei meinem ersten Klub-Interview”, räumte Rose sympathisch ein, „aber ich kann es kaum erwarten, in die Region einzutauchen und die Menschen und Fans hier kennenzulernen und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Verbindungen und eine Atmosphäre mit einem hohen Maß an Respekt und Ambitionen zu schaffen, ist das Wichtigste im Fußball. Deswegen bin ich hier.” Er versprach: „Ich werde alles geben!”

„Schnell ein großer Fan der Mannschaft”

In den vergangenen Monaten verfolgte er sein neues Team via TV. „Um ehrlich zu sein, wurde ich schnell ein großer Fan der Mannschaft. Ich war sehr schnell sehr stark verbunden mit der Idee des Klubs und dem Team hier. Deswegen liebe ich es, hier zu sein”, schwärmte Rose. „Selbst am TV konnte ich die Energie spüren, mit der sie Spiele bestritten.”

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Der 49-Jährige hat keineswegs vor, viel zu verändern. Im Gegenteil: Er ist ausgewählt worden und hat den Job auch deswegen angenommen, um die Spielidee weiter zu festigen. „Ich bin nicht hier, um jedem zu erklären, wie Fußball funktioniert. Ich weiß, dass jeder hier hoch engagiert, hoch motiviert und hoch professionell ist. Ich bin hier, um zu lernen und eine Richtung vorzugeben”, so der Fußballlehrer. 

„Der Ansatz bleibt der gleiche”

Bournemoth spiele „proaktiv mit hoher Intensität. Das versuchen wir aufrechtzuerhalten. Wir wollen genau so spielen, werden vielleicht kleinere Dinge anpassen, aber der Ansatz bleibt der gleiche”, kündigte Rose an. „Die Grundlage ist großartig.”

Sich selbst beschrieb er als „ein intensiver Coach, manchmal etwas drüber, aber ich versuche, immer fair zu sein”, sagte er lachend. „Es ist ein players game, wir müssen schnell eine gute Verbindung schaffen.” Dabei helfen seine ehemaligen Leipziger Co-Trainer Marco Kurth und Frank Geideck sowie ein Analyse-Mitarbeiter. „Für mich ist wichtig, dass wir schnell ein perfektes Team werden, um mit viel Energie in die gleiche Richtung zu arbeiten”, so Rose.

Die Herausforderung für den gesamten Klub wird es sein, erstmals in der 127-jährigen Geschichte der „Cherries” international zu spielen. In der Europa League Erfolg zu haben und zugleich die Intensität in der Premier League hochzuhalten, werde eine „toughe” Angelegenheit, so Rose. Die Lehren, die er in seinen zweieinhalb Jahren bei RB gesammelt hat, wird er mit einbringen. 

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