Reaktionen nach dem 3:5 im Supercup„Das haben wir selbst hergeschenkt”

Von ukr/dpa Aktualisiert: 30.07.2022, 23:43
Hängende Köpfe bei RB Leipzig: Willi Orban und Hugo Novoa.
Hängende Köpfe bei RB Leipzig: Willi Orban und Hugo Novoa. (imago/Jan Huebner)

Die ersten Reaktionen nach dem 3:5 (0:3) im Supercup zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München:

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): „Die erste Hälfte war nicht so, wie ich es mir erträumt habe. Dass wir wenig Ballbesitz hatten, war uns relativ egal. Vor dem 0:1 und dem 0:3 müssen wir einfach besser klären. Beim 0:1 wollen wir den Ball zu Konni Laimer bringen und das Dribbling starten, das ist natürlich schwierig. Bayern ist mit vielen Spielern in der Box, hat ein gutes Pressing. Das haben wir selbst hergeschenkt, das ist schade, weil es oft passiert gegen Bayern München. Die erste Hälfte war sehr schlecht von uns, von Bayern sehr gut. Dann haben wir was umgestellt, sind vorn drauf gegangen, am Ende waren wir dem 4:4 näher als Bayern dem 5:3.”

Halstenberg „Natürlich hängt der Kopf”

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern): „In der ersten Hälfte war ich sehr zufrieden. Da haben wir kompakt verteidigt, hatten mit Ball die nötige Geduld, haben aber auch viel investieren müssen in der Restverteidigung. Da war die Führung verdient. In der zweiten Hälfte standen wir zu tief, haben nicht mehr so viel Druck auf dem linken Flügel erzeugt. Da war RB besser im Spiel, man hat gemerkt, dasss wir erst 19 Tage im Training sind. RB hat es in der zweiten Hälfte sehr gut gemacht, es war ein spannendes Spiel. Für die Zuschauer interessant und für uns beide Trainer auch. Wir sind froh, dass wir den Titel gewonnen haben. Wir wollten ein Zeichen setzen. Nicht nur nach außen, auch an uns selber.”

Marcel Halstenberg (Außenverteidiger RB Leipzig): „Wir waren eigentlich ganz gut drin und dann mache ich einen Fehler im Sechzehner anstatt den Ball wegzuschlagen. Das war das erste Geschenk. Dann wird es schwer, 90 Minuten komplett zu verteidigen. Auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen. Wir haben jetzt acht Tage Zeit und dann geht die Bundesliga los. Da wollen wir besser reinkommen, besser als heute. Natürlich hängt der Kopf, wir wollten einen Titel gewinnen.”

Oliver Mintzlaff (Klubboss RB Leipzig): „Es war keine gute erste Halbzeit. Wir waren viel zu ängstlich. Wir haben das Spiel gar nicht angenommen. Auch die Gegentore müssen wir besser verteidigen. Die zweite Halbzeit war ab der 50. Minute deutlich besser. Klar wünscht man sich, dass wir das Spiel 90 Minuten so annehmen.”