RB Leipzig

Davie Selke: Aus schwieriger Zeit bei RB Leipzig viel gelernt

08.11.2017, 10:31
Davie Selke
Davie Selke imago/Christian Schroedter

Im Sommer wechselte Davie Selke für rund acht Millionen Euro von RB Leipzig zu Hertha BSC. Nach einem schweren Start wegen einer Verletzung machte er zuletzt mit vier Toren in sieben Pflichtspielen seinem Ruf als Torjäger wieder alle Ehre.

Davie Selke mit schwerer Zeit bei RB Leipzig

Im Kicker spricht Davie Selke nicht nur über seine aktuelle Situation, sondern auch über seine Zeit bei RB Leipzig. „Dort habe ich gesehen, dass es nicht nur nach oben geht“, erklärt der 22-Jährige. Zuvor sei in Bremen alles „reibungslos verlaufen“.

„Es war für mich ein interessanter Schritt, eine interessante Aufgabe“, so Selke weiter zu seinen zwei Jahren in Leipzig. „Und es war eine Zeit, die schwierig war, aus der ich aber viel gelernt habe – nämlich, dass nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt, dass verschiedene Personen andere Ansichten haben als du. Ich konnte daraus lernen, dass es im Fußball viele Facetten gibt.“

Unterschiedliche Ansichten bei Davie Selke und Ralph Hasenhüttl

Selke war bei RB Leipzig in seiner ersten Saison in der zweiten Liga unter Ralf Rangnick noch in 32 Spielen im Schnitt 62 Minuten lang eingesetzt worden. Unter Ralph Hasenhüttl schrumpfte die Einsatzzeit in der Vorsaison auf 21 Spiele und im Schnitt 21 Minuten. Nur zweimal lief Selke in der Startelf auf.

„Ich habe gesehen, dass es verschiedene Ansichten gibt, auch über Leistung“, beschreibt Davie Selke nun die Situation vom letzten Jahr. „Da kann man nichts machen und sind einem die Hände gebunden. Ich habe im Training immer versucht, Gas zu geben, ich habe auch oft Lob bekommen für meine Trainingsleistung.“

Davie Selke ist Horst Hrubesch dankbar und lobt Timo Werner

Vertrauen habe er vor allem in der U21 Deutschlands gespürt. Die „Unterstützung von Horst Hrubesch“ sei „sehr besonders“ gewesen. „Obwohl ich in Leipzig nicht so viel gespielt habe, wurde ich immer zur U21 eingeladen. Ich konnte das zum Glück immer zurückzahlen. Das ist sehr wichtig für mich. Immer wenn ich Vertrauen bekomme, will ich das zurückzahlen.“ Das Vertrauen habe er einst in Bremen gespürt und spüre er nun in Berlin wieder.

Rückendeckung gibt es von Davie Selke für seinen alten Mannschaftskollegen Timo Werner. Der habe „eine tolle Entwicklung genommen. Ich finde es schade, wie manchmal über ihn nur aufgrund einer Aktion geschrieben wird“, nimmt Selke Bezug auf die Werner-Schwalbe im Spiel gegen Schalke vor einem Jahr. „Er ist ein toller Junge, er ist sehr bodenständig, sehr zurückhaltend. Manche Leute würden sich schämen, wenn sie wüssten, was für ein guter Junge er wirklich ist.“