Demichelis-Ansage zur DauerDiskussion „Wenn ich kein Ziel erreicht habe, gehe ich von allein”
Martin Demichelis hat sich nach dem Auswärtssieg auf Schalke gegen die ständige Debatte um seine Person gewehrt. Der RB-Trainer kündigte an, den Klub selbst verlassen zu wollen, wenn er die Ziele nicht erreiche.

Gelsenkirchen/Leipzig/ukr – RB Leipzigs Trainer Martin Demichelis hat nach dem 2:0 auf Schalke die Dauer-Diskussion um seinen Job selbst in die Hand genommen. Gefragt nach dem Druck und der Bedeutung des erleichternden Erfolgs für ihn selbst, machte der Coach eine überraschende Ansage: „Wenn ich am Saisonende kein Ziel ereicht habe, gehe ich von allein – ist so. Die Menschen, die mich kennen, wissen das ganz genau.”
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Er erklärte genervt, aber in freundlichem Ton: „Es ist langweilig, aller drei Tage dieselbe Frage zu beantworten. Ich weiß schon, dass ich Ziele mit RB Leipzig erreichen muss, deswegen bin ich gekommen. Wir haben den achten Spieltag, die Saison ist noch lang.” Er wisse genau, dass er Spiele gewinnen müsse. „Heute haben wir noch kein Ziel erreicht, nur drei Punkte und unseren ersten Auswärtssieg geholt”, sagte er.
Schuppan: „Die Art und Weise, wie sie Fußball spielen, stimmt”
Sebastian Schuppan, Sportlicher Leiter bei RB Leipzig, hatte dem Argentinier vor der Partie das Vertrauen ausgesprochen. „Wir sehen, wie akribisch das Trainerteam jeden Tag arbeitet, um diese Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen zu verbessern. Außerdem stimmt die Art und Weise wie sie Fußball spielen. Jetzt müssen nur noch die Ergebnisse stimmen”, so Schuppan.
Der Erfolg auf Schalke war ein deutlicher Schritt nach vorn. Zwar hatte RB durch den schmeichelhaften Elfmeter in den ersten 45 Minuten auch Dusel, schaffte es aber in der ersten Halbzeit zum ersten Mal, auswärts nicht in Rückstand zu geraten und spielte in der zweiten Hälfte seriös und deutlich strukturierter als in den Partien zuvor. Eine reife Leistung der Leipziger – allerdings gegen offensivschwache Gastgeber.