Zahlen veröffentlichtDiese Summe kassiert RB für die Rückgabe von Brobbey an Ajax

Stürmer Brian Brobbey kehrt nach nur einem Jahr bei RB Leipzig zu Ajax Amsterdam zurück. Dafür kassiert der deutsche Pokalsieger eine Menge Geld.

Von RBlive/hen 22.07.2022, 12:59
Doei, RB Leipzig! Brian Brobbey kehrt nach Amsterdam zurück
Doei, RB Leipzig! Brian Brobbey kehrt nach Amsterdam zurück (imago/picture point le)

RB Leipzig hat am Freitagmorgen offiziell die Rückkehr von Stürmer Brian Brobbey zu Ajax Amsterdam bestätigt. Gleichzeitig veröffentlichte der niederländische Rekordmeister die Zahlen des Deals, die den Bundesligisten als den großen Gewinner dieses von Beginn an seltsamen Transfers aussehen lassen.

Kaufmännischer Sieger

19,3 Millionen Euro kassiert der deutsche Pokalsieger inklusive Boni und einer Weiterverkaufsbeteiligung für den 20-Jährigen, der vor einem Jahr ablösefrei aus den Niederlanden nach Sachsen kam. Abgezogen des Gehalts für den wuchtigen Stürmer, ein bißchen Handgeld und den obligatorischen Beiträgen für Brobbeys Berater, dem inzwischen verstorbenen Mino Raiola, geht RB aus dem Deal als der kaumännischer Sieger hervor.

Allerdings auf Kosten eines einjährigen Geraunes rund um den Transfer, der schon vor Inkrafttreten die Qualitäten einer Posse hatte. Ex-Trainer Julian Nagelsmann hatte den niederländischen U-21-Spieler Frühjahr 2021 von einem Wechsel nach Leipzig überzeugt, war aber dann selber im Sommer zum FC Bayern München gegangen. Brobbey murrte daraufhin lauthals, dass er sich verschaukelt fühle, und wollte einen Ausstieg aus der bis 2025 festgezurrten Vereinbarung erzwingen.

Win-win für Brobbey und RB

Die Folge war ein Halbjahr bei seinem neuen Arbeitgeber unter Ex-Trainer Jesse Marsch (mittlerweile Leeds United) auf der Reservebank, mit jeweils nur neun Spielen in der Liga und einem Startelf-Einsatz, bei dem Brobbey noch vor der Pause wieder vom Platz musste. Nach nur drei Vorlagen und keinem Treffer für RB einigte man sich im Winter mit dem Spieler und Ajax Amsterdam auf eine Leihe. Für seinen Ausbildungsklub traf er in elf Ligaspielen sieben Mal.

Seitdem hatte er in Medien mehrfach keinen Geheimnis daraus gemacht, dass er gern dauerhaft in Amsterdam bleiben würde. Nun hat er seinen Willen bekommen, plus einem Fünfjahresvertrag - und RB eine Menge Geld.