Forbidden

You don't have permission to access this resource.

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.

  1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Ein letzter Gang vor den RB-Fanblock: So endete das Kapitel Timo Werner

Verabschiedung vom Rekordtorjäger Ein letzter Gang vor den Fanblock: So endete das Kapitel Timo Werner

RB verabschiedete beim Heimspiel gegen Wolfsburg den besten Stürmer der Klubgeschichte. Mit Timo Werners Abgang in die USA senkt sich ein Vorhang.

Von Martin Henkel 15.02.2026, 17:41
Seit Mittwoch Papa: Timo Werner.
Seit Mittwoch Papa: Timo Werner. (Foto: imago/Darius Simka)

LeipzigTimo Werner hat sich von RB Leipzig verabschiedet. Er ist nun offizielles Mitglied der RB-Geschichte – und ihm ein Ehrenplatz sicher. Nämlich der des Rekordtorschützen mit 113 Treffern und 47 Vorlagen in 216 Spielen für den Leipziger Red-Bull-Klub, der dem 30-Jährigen am Sonntagnachmittag einen letzten großen Auftritt gewährte.

Um 17.15 Uhr lief vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (nach Redaktionsschluss) ein Videoclip mit den ikonischen Szenen des Stürmers von ihm selbst kommentiert über die Leinwände der Arena. Werner stand mit Mütze unten auf dem Rasen, die Hände in der Winterjacke. Geschäftsführer Marcel Schäfer bedankte sich im Namen der „RB-Familie für wundervolle Jahre”, Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff grüßte ihn per Leinwandbotschaft.

Letzte erfolgreiche Saison liegt fünf Jahre zurück

Mit Werner fällt ein Vorhang für die RB-Aufstiegsjahre. Sie begannen 2016 und führten zu zwei Vize-Meisterschaften, zwei Pokalsiegen und sieben Champions-League-Teilnahmen, an nicht allen Erfolgen war er freilich beteiligt. Diese Phase endete vorigen Sommer: Platz sieben, der schlechteste Rang der Klubhistorie, keine Qualifikation für die internationalen Plätze – und die alte Garde ein Auslaufmodell. Deshalb ist Timo Werner nach drei Kurzeinsätzen nun Spieler der San José Earthquakes in der US-amerikanischen Major League Soccer.

Als er neulich vorgestellt wurde, sagte er: „Ich fühle, dass ich noch nicht fertig bin.” Es mag Menschen geben, die dem widersprechen würden. Seine letzte erfolgreiche Saison spielte der schnelle Angreifer, der beim VfB Stuttgart groß wurde und 2016 nach Sachsen wechselte, 2020/2021. Es war seine erste Spielzeit mit dem FC Chelsea.

Viele Titel pflastern seinen Weg

Sie endete mit dem Gewinn der Champions League und mündete in eine zweite Spielzeit mit den „Blues“, in der sein Mittlerweile-Trainer Thomas Tuchel vermutlich großen Anteil am vorzeitigen Ende der Topspielerkarriere von Timo Werner hatte. Der deutsche Übungsleiter überforderte den Konterstürmer mit einer Umstellung seines Stils – mehr Kurzpass, mehr Dribbling, mehr Flügelspiel. Zu viel für Werner, zu viel irgendwann auch für Tuchel: Er setzte den sensiblen Schwaben auf die Bank. Von der kam er anschließend nie mehr so richtig weg. Nicht bei RB nach seiner Rückholaktion Sommer 2023, nicht bei seinem zweimaligen Leihklub Tottenham, mit dem er den Gewinn der Europa League vorigen Sommer als Tribünenspieler feierte.

Der Erfolg mit den Spurs ist freilich der einzige Papiertitel in seiner Karriere. Die anderen Trophäen sind alle im Einsatz verdient: Werner ist DFB-Pokalsieger und Superpokalsieger mit RB (2023), er gewann mit Chelsea noch die Klub-WM und den Uefa-Supercup (2022). Er war Torschützenkönig und Sieger des Confed-Cups ein Jahr vor der WM in Russland 2018.

Standing Ovations im Stadion

Werner war auch jüngster VfB-Debütant in der Bundesliga (mit 17), eine Verheißung, nicht nur für RB, sondern für die Nationalmannschaft. 57 Mal spielte er für Deutschland und schoss 24 Tore. Doch er hielt bis auf die Confed-Cup-Spiele den großen Erwartungen nicht stand.

Der große Wurf ist Werners Karriere im europäischen Fußball deshalb nicht gewesen. Aber der Gute-Laune-Profi hat auch nie den Eindruck hinterlassen, als ginge es ihm allein nur darum. Mittlerweile ist er leidenschaftlicher Golfer, Vater, Ehemann, hat gutes Geld verdient und ist über die Maßen beliebt, im Klub, in der Stadt, im Stadion. Als er gestern zum letzten Mal zu den Tribünen hinauf winkte, schallten Standing Ovations zu ihm hinunter, sein Name wurde gefeiert. 

Letzter Gang vor den Fanblock

Timo Werner schien begeistert von seinem Abschied. Mit leicht verschwommenem Blick grüßte er zurück, rief „einmal Leipzig, immer Leipzig!” und lief ein letztes Mal am Fanblock vorbei. In den Tagen zuvor hatte er den Klubmedien ein Interview gegeben. „Wir haben sehr viel gemeinsam erreicht“, fasste er seine Jahre bei RB zusammen, gefühlvolle Jahre, tief ins Herz geprägt. „Daher muss ich schon etwas schlucken, wenn ich hier weggehe und sich das Kapitel als Spieler für immer schließt.“

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.