"Aue, Moskau, Leipzig – Irgendwie mag ich das"

Eine Liebeserklärung vom RB-Coach an die Menschen im Osten

Von RBlive/msc 19.04.2022, 14:00
Domenico Tedesco liebt die Menschen im Osten, erklärte er vor dem Duell gegen Union Berlin.
Domenico Tedesco liebt die Menschen im Osten, erklärte er vor dem Duell gegen Union Berlin. imago/Picture Point LE

Sobald RB Leipzig gegen einen Verein aus dem ehemaligen DDR antritt, wie am Mittwoch (20. April um 20.45 Uhr) gegen Union Berlin, titeln hinreichend viele Medien ein "Ostduell" herbei, sodass sich auf der anderen Seite die Fußballtraditionalisten herausgefordert fühlen, den 2009 gegründeten Klub gleich als österreichischer Herkunft zu sehen, weil Hauptfinanzier Red Bull dort seinen Sitz hat. Domenico Tedesco durfte sich also auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel auch zu einer fußballkulturellen Fragen äußern und überraschte mit einer offenen Liebeserklärung an die Ostdeutschen.

Tedesco sächselt auf der Pressekonferenz

"Wemmon die Midorbeidr reden hört, hat man schon das Gefühl", sächselte Tedesco vorsichtig, aber nicht ganz lupenrein auf die Frage nach der Identität im Verein. "Manchmal schreibt das Leben komische Geschichten. Ich war in Aue, in Moskau, jetzt in Leipzig. Irgendwie mag ich das." Das liegt vor allem an den Menschen, beteuert er mit offenen Worten an die gesamte Region. "Das sag ich ihnen direkt, irgendwie passt das. Es sind nicht nur nette Menschen, sie haben ein großes Herz. Das gibt es im Westen oder Süden bei uns in Stuttgart nicht weniger, aber ich erfahre es hier mehr."

Umarmungen von der Buchhalterin vor der Auswärtsreise

Ganz konkret spürt Tedesco eine starke Identifikation der Mitarbeiter mit dem Klub. "Sie freuen sich mit, jubeln extrem, das ist auch wichtig so. In Bergamo sind wir mit der ganzen Belegschaft gewesen. Die Vorfreude war Wahnsinn." Auch aus der Zeit in Aue berichtet er von extrem herzlichen Momenten, wie vor der Abreise zum Auswärtsspiel. "Die Buchhalterin hat alle Spieler vor dem Einsteigen in den Bus umarmt. Sowas mag ich, das ist authentisch."