RB Leipzig

"Er kann das besser spielen" - Warum Angeliños Comeback beim 0:0 von RB Leipzig gegen Hoffenheim nach 45 Minuten beendet war

Von (RBlive/hen)
17.04.2021, 12:00
Angeliño bei seinem Comeback nach Verletzungspause
Angeliño bei seinem Comeback nach Verletzungspause imago images/Revierfoto

Mit einem Positionstrick wollte Julian Nagelsmann vergangenen Freitagabend das Bollwerk der TSG Hoffenheim knacken, hinter dem sich die Sinsheimer seit einer Weile verschanzen, um ihre Ergebniskrise zu bewältigen. Der frühere Trainer der Kraichgauer ließ Angeliño in der Offensive spielen und stellte dafür seinen etatmäßigen Vordermann auf der rechten Flanke, Christopher Nkunku, hinter ihn.

Fit aber nicht im Rhythmus

Der kleine Spanier, eigentlich Verteidiger, spielte also eine Art linken Läufer, um die letzte Verteidigungslinie der Gäste entweder auseinander zu reißen oder aber zu hinterlaufen. Zwei Vorstoßvarianten, die der 24-Jährige aus dem Effeff beherrscht. So er denn fit ist – und im Rhythmus steht.

Beides zusammen war aber nicht gegeben, sodass der Linksfuß bei seinem ersten Einsatz nach sechs Wochen Verletzungspause eine Halbzeit spielte, die seinen Coach dazu veranlasste, ihn zur Pause aus dem Spiel zu nehmen. Der Spanier schoss kein Tor, bereitete keines vor, legte zwei Mal Schüsse auf, hatte 40 Ballkontakte – und führte derart wenige Zweikämpfe, dass der „kicker“ diesen Standardwert bei seinen Statistiken auf „null“ setzte.

„Er kann das besser spielen“, sagte Nagelsmann nach dem 0:0 über Angeliños Comeback, versicherte aber, dies sei kein „Riesen Vorwurf“. „Er war lange weg, das ist normal“.

Der 33-Jährige zog zudem eine Teilschuld am wenig ertragreichen Auftritt des in der Hinserie auffälligsten Leipziger Spielers zu sich hinüber. „Es war mein Risiko, ihn zu bringen", sagte er. "In der Hoffnung, dass viel Power aus der letzten Linie kommt. Das war leider noch nicht der Fall. Deshalb haben wir ihn in der Halbzeit auch runtergenommen.“