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Transfergerüchte Erst Liverpool, jetzt PSG: Welche Rolle spielt der Vater bei Diomandés Flirts?

Yan Diomandé schwärmte im Frühjahr vom FC Liverpool. Nun öffnet der RB-Profi Paris Saint-Germain die Tür. Das Verbindungsstück zwischen beiden Geschichten: sein Vater. Nur hat der öffentlich bislang kein einziges Wort gesagt.

05.06.2026, 11:07
Im Frühjahr Liverpool, jetzt PSG - und mittendrin immer der Vater: Was will RB Leipzigs Shootingstar Yan Diomande?
Im Frühjahr Liverpool, jetzt PSG - und mittendrin immer der Vater: Was will RB Leipzigs Shootingstar Yan Diomande? Foto: Imago/Sven Simon

Leipzig/hen - Es stellt sich bei RB-Profi Yan Diomandé gerade die Frage, ob er vielleicht mehr als nur einen Vater hat. Biologisch ist diese Überlegung zwar sinnfrei, doch legt ein Interview mit der französischen Sportzeitung L’Équipe nahe, dass der Begriff „mon père“ beim Leipzig-Rookie erstaunlich flexibel ausgelegt wird.

PSG? "Warum nicht"

„Mein Vater unterstützt Paris Saint-Germain“, sagte der 19-Jährige vergangene Woche in einem Interview mit der französischen Sporttageszeitung L'Équipe. PSG sei ein Klub, den er seit seiner Kindheit liebe und als Fußballfan bewundere. Ein Wechsel zum Champions-League-Sieger? „Warum nicht?“

Weiterlesen: Hier erklärt Diomande, warum er nächste Saison bei RB spielt

Nur wenige Monate zuvor allerdings hatte der Shootingstar der vergangenen Bundesligasaison in einem Livestream mit derselben Begeisterung vom FC Liverpool geschwärmt – und erneut seinen Vater ins Spiel gebracht. Er wolle an der Anfield Road spielen, er wolle für Liverpool spielen. Die Reds seien der Lieblingsklub seines Vaters.

Weiterlesen: So düpierten Diomande und die Elfenbeinküste WM-Favorit Frankreich

Es fällt dem Teenager offenbar immer schwerer, die wachsenden Begehrlichkeiten und Erwartungen zu bedienen. Darunter die vielen väterlichen – und letztlich wohl auch seine eigenen. In Frankreich jedenfalls machten vergangene Woche Aussagen die Runde, mit denen Diomandé einem Wechsel zu PSG die Tür weit öffnete. „Paris Saint-Germain ist ein Verein, den ich seit meiner Kindheit liebe“, sagte er. „Es wäre für mich eine Freude, hier bei einem der größten Vereine zu spielen.“

Liebeserklärung für RB

Dem Livestream im Frühjahr hatte er dagegen anvertraut, Liverpool-Fan zu sein. „Ich will an der Anfield Road spielen. Ich will für Liverpool spielen.“ Wenig später ruderte er gegenüber BILD allerdings zurück. „Daraus haben die Leute gemacht, dass Liverpool mein Traumverein sei. Das ist er aber für meinen Vater.“ Und weiter: „Mein Traumverein gerade eben ist RB Leipzig.“

Die Leipzig-Passage findet sich auch im aktuellen PSG-Gerücht wieder. Diesmal lässt Diomandé weg, den Klub als Traum zu bezeichnen. Stattdessen zeigt er sich für einen schnellen Wechsel offen. „Mein Fokus gilt der WM“, sagte der Nationalspieler der Elfenbeinküste. Danach werde man sehen, wie „sich die Klubs untereinander verständigen“. Gleichzeitig hatte er unlängst dem Kicker auf die Frage, ob er nächste Saison bei RB spielt, geantwortet: "Ja".

Der dribbelversierte Flügelspieler kam vor einem Jahr vom spanischen Klub Leganés zu RB Leipzig. Rund 20 Millionen Euro investierten die Sachsen in den damals weitgehend unbekannten Offensivspieler. Heute gehört er zu den begehrtesten U20-Spielern Europas. Sein Marktwert wird auf knapp 80 Millionen Euro geschätzt. Mit seinen Auftritten hat er sich zudem auf die Wunschlisten zahlreicher Spitzenklubs gespielt. Schon jetzt kann RB kaum noch kontrollieren, wer den jungen Mann alles umgarnt.

Wer sitzt bei RB und Diomande hinterm Steuer?

Das gilt auch für die vielen Liebesbekundungen des eigenen Spielers. Selten zuvor hat ein Rookie nach nur einer starken Saison so offen mit anderen Klubs geflirtet – und dabei stets denselben Kronzeugen präsentiert. Der „père“ hat bis dato allerdings noch kein öffentliches Wort gesprochen. Immerhin besitzt RB Leipzig beim eigentlichen Geschäft weiterhin die Kontrolle. Der begehrte Youngster hat keine Ausstiegsklausel in seinem bis 2030 laufenden Vertrag.

„Wir sitzen hinter dem Steuer“, sagte Sportchef Marcel Schäfer zuletzt. „Und alle anderen auf dem Rücksitz.“ Das eigentliche Transfer-Mysterium lautet allerdings nicht: Wer hat das Sagen und Liverpool oder Paris? Sondern für welchen Topklub des Vaters Herz früher noch alles schlug.

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