Ex-Spieler von RB Leipzig

Platzverweis für Moriba, Abouchabaka sucht neue Chance und Compper wird Moskau-Trainer

Von RBlive/msc Aktualisiert: 02.03.2022, 12:47 • 02.03.2022, 12:43
Ilaix Moriba bekam zwei mal die Gelbe Karte gegen RCD Mallorca.
Ilaix Moriba bekam zwei mal die Gelbe Karte gegen RCD Mallorca. imago/AFLOSPORT

Nach jedem Spieltag schreiben wir an dieser Stelle über Spieler und Trainer, die früher mal eine Rolle bei RB Leipzig gespielt haben und mittlerweile bei anderen Vereinen untergekommen sind. Wir setzen dabei nicht auf Vollzähligkeit, sondern erwähnen die Ex-Akteure je nach Bedeutung oder Story.

John-Patrick Strauß, Nicolas Kühn, Clemens Fandrich, Antony Barylla und Erik Majetschak (Erzgebirge Aue):

Das Ex-RB-Quintett steckt mit Erzgebirge Aue tief im Abstiegskampf. Der Tabellenletzte der zweiten Bundesliga führte im Duell mit dem SC Paderborn am vergangenen Freitag Minuten vor dem Schluss mit 3:1 und war auf bestem Wege, den ersten Sieg seit November 2021 zu holen. Dann drehten die Gastgeber kurz vor dem Ende nochmal auf und kamen in der 89. Minute und in der Nachspielzeit noch zu zwei Treffern und damit zum Ausgleich. Aue verließ trotzdem den letzten Platz, weil der erste Punkt nach vier Niederlagen reichte, um an Ingolstadt vorbeizuziehen. Kühn und Strauß lieferten eine starke Partie, auch wenn Kühn in Hälfte eins eine hochkarätige Chance liegen ließ.

Georg Teigl, Eirc Martel, Noah Ohio (FC Austria Wien):

Georg Teigl spielte einst bei RB Leipzig und momentan wie die Leihgaben Eric Martel und Noah Ohio beim FK Austra Wien. Das Duell mit dem Wolfsberger AC (1:0) konnte Teigl nicht zu Ende bringen, weil er mit einer schweren Kopfverletzung vom Feld musste. Via Instagram bedankte er sich bei seinem Gegenspieler, der die Situation sofort erkannt hatte. "DANKE @lukaloch für deine schnelle Reaktion, dein Eingreifen hat mir vielleicht sogar das Leben gerettet." Er sei bald zurück,ließ er die Fans wissen.

Ilaix Moriba (FC Valencia):

Ilaix Moriba spielt beim FC Valencia seit vier Spielen endlich wieder eine Rolle. Allerdings muss er im nächsten eine Pause einlegen. Denn nachdem er beim heiß umkämpften 1:0-Sieg gegen RCD Mallorca eingewechselt worden war, holte er sich kurz vor Schluss noch zwei mal die Gelbe Karte ab.

Federico Palacios (Viktoria Köln):

Federico Palacios konnte nie an die Leistungen anknüpfen, mit denen er aus Wolfsburg 2014 zu RB Leipzig gekommen war. Sein Weg führte ihn 2018 erst zum 1. FC Nürnberg, mittlerweile spielt er für Viktoria Köln in der 3. Liga, kam dort aber kaum zum Einsatz.  Nach einer Corona-Infketion und Trainingsrückstand saß er kürzlich zum ersten mal wieder auf der bank und durfte am vergangenen Wochenende gegen TSV Havelse (0:0) sogar eine Viertelstunde spielen. Es waren seine ersten Minuten seit Oktober 2021.

Antony Jung (Werder Bremen):

Antony Jung hingegen ist bei Werder Bremen weiter auf der Erfolgsspur. Der Linksfuß gewann mit den hanseaten das Nordderby gegen den HSV und führt mit Bremen die Tabelle an. Die letzte Niederlage reicht bis November zurück, seitdem gab Werder nur einmal zwei Punkte ab. Jung erzielte in den letzten sieben Spielen zudem zwei Tore und lieferte zwei Vorlagen. Gut möglich, dass er in der kommenden Saison wieder auf RB Leipzig trifft, nachdem er zwischenzeitlich in Dänemark spielte.

Elias Abouchabaka (Vitoria Guimaraes U23):

Elias Abouchabaka hat eine lange schwierige Phase hinter sich. Mit seinem Wechsel in die U23 von Vitoria Guimaraes holte er sich zumindest wieder Einsätze unter Wettkampfbedingungen. Der 21-Jährige war ein vielversprechendes Talent bei Hertha BSC, schaffte dann in Leipzig aber den Sprung nicht in den Männerbereich und ging schließlich nach einem erfolglosen Versuch bei Greuther Fürth nach Portugal. Dort spielt er nun regelmäßig und traf bei seinem Debüt drei mal. Gegen den FC Vizela waren es am vergangenen Samstag 60 Minuten. "Als er verpflichtet wurde, hieß es immer, er sei ein junger deutscher Nationalspieler mit Potenzial. Er spielte dann nur wenig. Jetzt hat er einige Erfolge in der U23", sagt Klubpräsident Miguel Pinto Lisboa über ihn.

Marvin Compper (Lok Moskau):

Marvin Compper ist aufgrund des Rücktritts von Markus Gisdol bei Lokomotive Moskau zum Interimstrainer geworden. Der frühere Hoffenheimer war zunächst Analyst unter seinem Ex-Coach, der nun aufgrund des Ukraine-Kriegs den Rückzug antrat. Comppers Berater Armand Doorn hatte sich am Montag dazu geäußert. "Das ist jetzt alles noch ganz frisch. In den nächsten Tagen gehen wir dann auf den Verein zu, dann schauen wir mal, wie das weitergeht". Er verwies darauf, dass Compper mit der Mannschaft die vergangenen zwei Monate im Trainingslager in der Türkei und Spanien war und sie erst vor wenigen Tagen zurückgekehrt sind. "Die sind bis dahin überhaupt noch nicht mit der Situation konfrontiert worden." Als nächsten trifft Moskau auf FK Jenissei Krasnojarsk.