Timo Werner

Chelsea an Man Citys Sterling interessiert: Muss Ex-RB-Stürmer die "Blues" verlassen?

Timo Werners Arbeitgeber bereitet einen Kauf von Manchester Citys Stürmer Raheem Sterling vor. Was bedeutet das für Leipzigs ehemaligen Top-Angreifer?

Von RBlive/hen 21.06.2022, 11:14
Was passiert mit Werner? Sterling (r.) soll kommen, der frühere RB-Stürmer kann gehen.
Was passiert mit Werner? Sterling (r.) soll kommen, der frühere RB-Stürmer kann gehen. (imago/pa images)

Der FC Chelsea will Raheem Sterling von Manchester City. Dieses Gerücht ist nicht ganz neu, doch die erste Version stammte noch aus dem Frühjahr, in dem nicht klar war, wer die "Blues" nach dem kriegsbedingten Verkauf des Klubs durch den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch übernehmen würde. Mittlerweile hat ein amerikanisches Konsortium den Champions-League-Sieger von 2021 übernommen.

Kein positives Saisonfazit

Nun werden angeblich wieder die Geldkoffer geöffnet, um Trainer Thomas Tuchel neues Personal zur Verfügung zu stellen. Immerhin gibt es ein paar namhafte Abgänge, vornweg der des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger zu Real Madrid. Und Platz drei in der vergangenen Saison mit 19 bzw. 18 Punkten Rückstand auf Meister Manchester City sowie dem FC Liverpool lassen kaum Spielraum für ein besonders positives Saisonfazit. Nicht jedenfalls bei einem so großkopferten Klub wie dem aus London.

Sterling also. Der 27 Jahre alte englische Nationalspieler soll die zuletzt eher durchschnittlich gefährliche Offensive upgraden. In die gehört neben dem Fehleinkauf Romelu Lukaku auch Christian Pulisic, ehemals Dortmund, Hakim Ziyech (früher Ajax) und Ex-RB-Stürmer Timo Werner. Alle, so hört man, dürfen gehen, wenn es das richtige Angebot gibt.

Vergangene Saison schoss Chelsea 76 Tore, das waren 23 weniger als Meister "City". Vier davon entfielen auf den 26 Jahre alten Werner, der Leipzig vor zwei Jahren für 53 Millionen Euro verließ und als eine Art Wunderstürmer in die Premier League wechselte, dort den Erwartungen aber nicht gerecht werden konnte. Vor allem Tuchel, seit 2020 im Amt, hält nicht ganz so viel vom früheren Topstürmer der Bundesliga. Er setzte ihn in der Liga nur 15 Mal von Beginn an ein.

Sterlin-Poker in vollem Gange

Ob Werner allerdings freiwillig geht, ist gar nicht mal so klar. Zwar sitzt er auf der Bank, sein Platz in der DFB-Elf ist dadurch aber nicht gefährdet, und geschätzte 16 Millionen Euro Gehalt im Jahr: Welcher Verein will das auch nur annähernd für einen Ersatzspieler bezahlen?

Wie es heißt, soll Werner trotzdem in Gesprächen mit Borussia Dortmund gewesen sein. Der BVB aber hat mittlerweile Karim Adeyemi verpflichtet, von der Anlage her ein Doppelgänger Werners, weshalb der Liga-Vize gerade eher nach einem Typen wie Lukaku forscht - ohne dessen Gehalt zahlen zu wollen.

Werner scheint also in der Luft zu hängen, und wird sich entscheiden müssen, ob er seinen bis 2024 laufenden Vertrag aussitzt, sich verleihen lässt oder auf Gehalt zu verzichten, um woanders hinzuwechseln.

Noch aber ist der Sterling-Deal nicht in trockenen Tüchern. Der schnelle Außenstürmer hat noch ein Jahr Vertrag beim Team von Pep Guardiola, soll aber trotzdem um die 50 Millionen Euro kosten. Zu viel für Chelsea aktuell. Es heißt, man pokere weiter.