Fanmärsche vor dem Finale

10.000 Freiburger ziehen zum Stadion – Polizei ermittelt nach Streich auf dem RB-Fanfest

Von dpa/ukr 21.05.2022, 19:46
RB-Fans im Olympiastadion.
RB-Fans im Olympiastadion. (imago/Picture Point LE)

Spontan haben die Fans von RB Leipzig doch noch einen Fanmarsch auf die Beine gestellt. Die Berliner Polizei genehmigte einen Marsch vom Fanfest am Hammarskjöldplatz zur Messe. Dort hatten sich ab 14 Uhr einige Tausend RB-Fans versammelt, die dann gemeinsam loszogen. Im Vorfeld des Pokalfinaltages war kein Fanmarsch angekündigt worden, weil weder der Fanverband, noch der Verein einen Marsch angemeldet hatten.

Ein vermeintlicher Buttersäure-Anschlag auf dem Fanfest stellte sich als Dummerjungen-Streich heraus. Es habe keine Verletzten gegeben, sagte eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe zwei Zeugen. Es werde vermutet, dass es sich um Buttersäure gehandelt habe. Zuerst hatte die Bild-Zeitung über den Vorfall berichtet.

Die Hintergründe des Vorfalls seien noch unklar, sagte die Sprecherin. Die Ermittlungen laufen. Es gebe keine Hinweise auf einen Bezug zur Fanszene des Gegners der Leipziger im Endspiel am Samstagabend im Berliner Olympiastadion, dem SC Freiburg. Nach Angaben der Leipziger hatten auf dem Fanfest rund 3000 Anhänger gefeiert.

10.000 Freiburger ziehen zum Stadion

In unmittelbarer Nähe, am Theodor-Heuss-Platz, versammelten sich zeitgleich mehrere Tausend Freiburg-Fans für einen Fan-Marsch. Polizei und Sicherheitskräfte stellten sicher, dass die Fan-Szenen nicht aufeinander trafen. Es sei friedlich geblieben, sagte die Sprecherin der Polizei.

Bei dem Fanmarsch, der von der aktiven Fan-Szene organisiert worden war, sollen nach Schätzung der Fan-Betreuung rund 10.000 Fans dabei gewesen sein, wie der Verein mitteilte. Ihre gute Laune ließen sich die Freiburger dabei auch nicht vom einsetzenden Platzregen verderben. Vereinzelt wurde Pyrotechnik abgebrannt, durchgehend gesungen. Das offizielle Fanfest der Breisgauer fand zuvor am Breitscheidplatz statt. Auch dort feierten mehrere Tausend Menschen, darunter viele Familien.