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Fünf Tore gegen die Krise Nusa führt Leipzig zu Kantersieg gegen den HSV

Diesen Sieg brauchten RB Leipzig und Trainer Martin Demichelis – auch in der Deutlichkeit: RB hat eine passende Antwort auf die beiden Pleiten zuletzt gegeben und sich den Frust von der Seele geschossen. Doch spielerisch gibt es weiter Mängel. Ganz bitter ist die neuerliche Verletzung von Assan Ouédraogo.

Von Ullrich Kroemer 13.09.2026, 17:29
Man of the Match: Antonios Nusa (Mitte) führte RB zum Kantersieg gegen den HSV.
Man of the Match: Antonios Nusa (Mitte) führte RB zum Kantersieg gegen den HSV. (Foto: Jan Woitas/dpa)

Leipzig – RB Leipzig hat mit fünf Toren auf die Krise zum Saisonstart geantwortet. Die Leipziger gewannen mit 5:0 (2:0) gegen Tabellenschlusslicht Hamburger SV, der weiter auf ein Tor wartet und sich wie ein Absteiger präsentierte. Doch trotz der Höhe des Sieges konnte RB längst nicht in allen Spielphasen überzeugen und Antworten auf die Probleme im Spiel gegen den Ball liefern. Doch es war zu sehen, dass sich die Mannschaft in der heiklen Situation wehrte und einen deutlichen Sieg für den in der Kritik stehenden Trainer Martin Demichelis lieferte.

Beide Teams begannen nervös und hektisch. Es war zu spüren, wieviel für beide Teams auf dem Spiel stand. Demichelis hatte sich dafür entschieden, Star Christopher Nkunku auf die Bank zu setzen und dafür Youngster Tidiam Gomis zu vertrauen. RB und HSV hatten viele Ballverluste, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß. Doch RB Leipzig befreite sich besser aus dieser Anfangsphase und nutzte gleich die erste echte Chance. Brajan Gruda, der von Beginn an randurfte, steckte auf der rechten Seite für Ezechiel Banzuzi durch, dessen Hereingabe Gomis präzise ins kurze Eck verwandelte (15.).

Ouédraogo wieder an der Schulter verletzt

Eine Befreiung für die Leipziger, die den Schwung mitnahmen und sich wehrhafter als zuletzt in Bremen und Como präsentierten. Antonio Nusa eroberte den Ball im letzten Drittel gegen Hamburgs Abwehryoungster Shafiq Nandja, marschierte allein aufs Tor zu und verwandelte zum 2:0 (28.). Nandja fälschte den Ball beim Klärungsversuch noch unhaltbar ab.

Doch danach gab es einen Bruch im Spiel der ersten Hälfte. Das hing auch mit der erneuten Verletzung von Pechvogel Assan Ouédraogo zusammen. Der Nationalspieler absolvierte nach Schulterverletzung gerade erst wieder seinen ersten Startelfeinsatz und griff sich nach einem Zweikampf mit Albert Grönbaek erneut mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Schulter. Ouédraogo musste verletzt raus, dafür kam Nkunku ins Spiel. Es war sofort zu spüren, dass RB dem Franzosen die Aktivität im Pressing fehlt. So stellte Demichelis auch um: Gruda rückte auf die Zehn, Gomis auf den rechten Flügel und Nkunku ins Sturmzentrum.

Drei RB-Tore in fünf Minuten

Doch der HSV war zu Beginn der zweiten Hälfte das aktivere Team und prüfte Maarten Vandevoordt im RB-Tor gleich mehrfach. Denn RB verpasste es zunächst, den Vorsprung in Dominanz und Sicherheit umzumünzen. Stattdessen wirkte das Leipziger Spiel fahrig und löchrig. Eine Konterchance, als RB zu viert auf das Hamburger Tor zulief, scheiterte an der mangelnden Präzision von Nkunku und Nusa (55.). Nkunkus Seitfallzieher nach Vorlage von Gomis war sehenswert, brachte aber keinen Erfolg.

Die Leipziger bekamen die Partie wieder in den Griff und verwandelten das Spiel angeführt von Matchwinner Nusa, der ein Tor schoss und zwei vorbereitete, in einen Kantersieg. Willi Orban traf nach Freistoßflanke des starken Norwegers (72.). Und auch Nkunku durfte sein Premierentor erzielen, nachdem Nusa auf der linken Seite durchgebrochen war und den freistehenden Nkunku zentral bediente (74.). Der eingewechselte Romulo schaltete nach einem missglückten HSV-Einwurf schnell, nutzte den Patzer der Gäste, umkurvte Keeper Daniel Heuer Fernandes und versetzte dem HSV mit dem dritten Tor binnen fünf Minuten den Todesstoß (77.).