Transfer-Poker um Offensivspieler Gruda sagt Ja zu RB Leipzig: Jetzt ist Brighton am Zug
Brajan Gruda möchte über den Sommer hinaus bei RB Leipzig bleiben. Das bestätigte Sportchef Marcel Schäfer nach Gesprächen in Südafrika. Nun warten die Sachsen auf eine Entscheidung von Brighton – mehrere Modelle liegen auf dem Tisch.

Leipzig/hen - Im Poker um Brajan Gruda hat RB Leipzig einen wichtigen Zwischenschritt geschafft. Nach Informationen von BILD hat sich der Offensivspieler intern klar zu einem Verbleib bei den Sachsen bekannt. Nun liegt der Ball bei seinem Stammverein Brighton & Hove Albion.
„Wir haben klare Signale von Brajan bekommen, dass er bei uns bleiben möchte“, sagte RB-Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer am Rande der Südafrika-Reise. Damit ist die wichtigste Voraussetzung für weitere Gespräche erfüllt. Leipzig möchte den 22-Jährigen halten, Gruda möchte bleiben.
Brighton muss jetzt Farbe bekennen
Die Leihe des deutschen U21-Nationalspielers läuft am 30. Juni aus. Eine Kaufoption wurde bei den Verhandlungen im Winter nicht vereinbart. Deshalb müssen RB und Brighton nun eine neue Lösung finden.
„Wir wollen sowieso, schätzen ihn sehr“, betonte Schäfer. Gleichzeitig machte der RB-Boss deutlich, dass zunächst eine Entscheidung der Engländer erforderlich ist: „Jetzt warten wir auf ein Signal von Brighton & Hove.“
Für Leipzig ist die Situation kompliziert. Brighton qualifizierte sich am letzten Premier-League-Spieltag für die Conference League und kann deshalb mit zusätzlichen Einnahmen planen. Gleichzeitig könnte die internationale Belastung den Bedarf an Kaderanpassungen erhöhen.
Leihe bleibt wahrscheinlichste Lösung
Ein fester Transfer dürfte für RB aktuell nur schwer darstellbar sein. Schäfer verwies ausdrücklich auf die wirtschaftlichen Grenzen des Klubs. Eine Ablöse deutlich oberhalb der 20-Millionen-Euro-Marke erscheint in diesem Sommer kaum realistisch.
Deshalb gilt eine erneute Leihe als wahrscheinlichste Variante. Denkbar wäre auch ein Modell mit späterer Kaufpflicht, die erst im kommenden Geschäftsjahr greift. Dann würden bei RB die Einnahmen aus der Champions League in die Kalkulation einfließen und den finanziellen Spielraum vergrößern.
Fest steht: Gruda hat sich positioniert. Nach den positiven Zukunftsgesprächen in Südafrika ist nun Brighton am Zug. Ob aus dem Wunsch des Spielers ein langfristiges RB-Engagement wird, hängt vor allem von den Verhandlungen zwischen beiden Klubs ab.