Hacke, Spitze, Eins, zwei, Drei

RB feiert gegen Teutonia Rekordsieg im DFB-Pokal

Von Martin Henkel Aktualisiert: 31.08.2022, 12:58
Streichelt den Ball mit der Hacke ins Tor: Emil Forsberg.
Streichelt den Ball mit der Hacke ins Tor: Emil Forsberg. (imago/Jan Huebner)

RB Leipzig hat am Dienstagabend die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Erwartungsgemäß für ein Duell zwischen dem Titelverteidiger und Teutonia Ottensen 05, Regionalligist aus Hamburg, der 19 Minuten lang der Überlegenheit des Gegners standhielt. Danach schlug es vor 13.084 Fans mehrfach im Tor der Norddeutschen ein. Am Ende stand es durch drei Tore von Timo Werner (19., 20., 43.), zweier von Andre Silva (41., 53.) und Treffern durch Emil Forsberg (56.) sowie Christopher Nkunku (77.) und Dani Olmo (90.) 8:0 (4:0). Damit gelang RB der zweithöchste Sieg der Vereinsgeschichte; gegen Mainz 05 in der Bundesliga hatten die Leipziger ebenfalls ein 8:0 gefeiert; 2013/14 gab es ein 11:0 im Sachsenpokal gegen den BSV Gelenau.

Nach all den Schlagzeilen rund um diese Partie mit verweigerter Nachbarschaftshilfe für den Altonaer Stadtteilklub und einem Anschlag auf den Dessauer Stadionrasen entwickelte die Partie früh einen für den Bundesligisten angenehmen Gleichmut. Die Hamburger waren bis auf eine Großchance durch Maik Luckowicz (68.) heillos unterlegen gegen die Hausherren aus Leipzig, wohin das Spiel vom Deutschen Fußballbund verlegt worden war.

Hattrick in der ersten Hälfte : Werner bricht den Widerstand der Teutonen

Den ersten Treffer des Abends durch Timo Werner bereitete Emil Forsberg vor, dem RB-Trainer Domenico Tedesco ebenso zu seinem Startelfdebüt in dieser Saison verhalf wie Amadou Haidara und Neuzugang Xaver Schlager. Zudem baute der RB-Coach mit Dominik Szoboszlai, Josko Gvardiol und Werner weitere Spieler in seine Startelf ein, die am Wochenende zuvor gegen Wolfsburg auf der Bank gesessen hatten beziehungsweise gesperrt gewesen waren. Dafür bekamen Stammkräfte wie Nkunku oder Dani Olmo eine Verschnaufpause.

Eine Weile lang wehrten sich die Teutonen tapfer. Nachdem Werner eine zweite Vorlage, diesmal durch Szoboszlai, ebenfalls verwertete hatte, war der Widerstand aber gebrochen (20.). Es waren die Treffer 97 und 98 für den RB-Rekordtorschützen., Treffer Nummer 99 folgte kurz vor der Pause (43.), zwei Minuten nachdem der 26-Jährige Silva das 3:0 aufgelegt hatte.

Alles was nach der Pause noch vor sich ging in diesem ungleichen Fußballspiel, drehte sich beim FC Teutonia 05 um Schadensbegrenzung, die den Gästen aber nicht gelang. Silva mit seinem zweiten Treffer (53.), Forsberg (56.) kunstvoll mit der Hacke, Nkunku (77.) und Olmo (90.) setzten die Schlusspunkte hinter eine Partie, die im Vorfeld aufregender gewesen war, als am Dienstagabend.