Hertha rettet sich in Relegation

RB Leipzigs Lieblingsgegner bleibt in der Bundesliga

Von RBlive/dpa 24.05.2022, 10:13
Hertha BSC feiert die Rettung im Relegations-Rückspiel beim Hamburger SV.
Hertha BSC feiert die Rettung im Relegations-Rückspiel beim Hamburger SV. (Foto: imago/Matthias Koch)

Die Entscheidung fiel im Relegations-Rückspiel am späten Montagabend: Hertha BSC Berlin bleibt in der Bundesliga, der Hamburger SV steigt nicht auf. Die Berliner drehten die 0:1-Heimniederlage aus dem Hinspiel in Hamburg durch einen 2:0-Erfolg und verhinderten so doch noch den Absturz in die 2. Bundesliga.

RB Leipzig wird das durchaus freuen. Denn die Hertha ist der absolute Lieblinsgegner der Leipziger in der Bundesliga. Gegen kein anderes Team gab es mehr Siege (zehn aus zwölf Partien bei einem Torverhältnis von +33). Nur eine Partie ging gegen die Berliner verloren.

RB Leipzig verlor erst ein Mal gegen Hertha BSC Berlin

Allerdings hätte RB wohl auch mit einem Aufsteiger aus Hamburg leben können. In fünf Duellen mit dem HSV gab es bislang drei Siege, ein Remis und eine Niederlage. Eine ordentliche, aber ausbaufähige Bilanz.

Berlins Sportchef Fredi Bobic war nach Abpfiff des spannenden Rückspiels im Sat.1-Interview sichtlich erleichtert. „Was die Jungs heute abgeliefert haben, war überragend!“, sagte er. „Heute haben wir wirklich als Mannschaft agiert und kaum Fehler gemacht. Wir haben zusammen gearbeitet, gerackert, Leidenschaft war da drin.“

Tränen bei den HSV-Fans nach verpasstem Bundesliga-Aufstieg

Der Ex-Profi kündigte an, „noch ein paar Bierchen“ zu trinken, dann aber stehe „Arbeit ohne Ende“ an. Kevin-Prince Boateng ergänzte: „Heute haben wir über 90 Minuten Druck gemacht - das war die Hertha, so wie wir sie kennen.“

Dedryck Boyata (4.) und Marvin Plattenhardt (63.) trafen vor 55 000 Zuschauern für die Hertha. Berlins Lucas Tousart sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot (90.+6).

Die Hamburger Profis und ihr Trainer Tim Walter bekamen trotz der Niederlage großen Zuspruch ihrer Anhänger, von denen viele Tränen in den Augen hatten. „Wir hatten die ganz große Chance und haben es nicht geschafft, das tut weh“, sagte HSV-Kapitän Sebastian Schonlau bei Sky.