Kegel sieht "entscheidenden Punkt" der Karriere

Hugo Novoa muss sich bei RB Leipzig jetzt steigern

Kaum ein Tag verging in der letzten Woche, an dem nicht ein Jugendspieler von RB Leipzig wechselte, bei anderen Klubs zur Probe vorspielte oder gehandelt wurde. Nachwuchsleiter Sebastian kegel äußerte sich erneut zu den Zielen des Carrer Centers.

Von RBlive/msc 01.07.2022, 10:52
Hugo Novoa kann mit dem nächsten Schritt bei RB Leipzig zum Stammspieler werden.
Hugo Novoa kann mit dem nächsten Schritt bei RB Leipzig zum Stammspieler werden. imago/El Mundo

Dass die Nachwuchsspieler von RB Leipzig meist verliehen werden, sobald sie nicht mehr in der U19 spielen können, hat laut Nachwuchsleiter Sebastian Kegel einen einfachen Grund, wie er gegenüber der Leipziger Volkszeitung erklärt: Vorraussetzung für einer Weiterentwicklung der Karriere beim Bundesligisten ist die Chance auf Einsätze. "Es müssen zwischen 30 und 40 Prozent der möglichen Gesamteinsatzzeit sein", so Kegel. Darunter gibt es die Tendenz zur Stagnation, zumal die jungen ihre Motivation auch aus den Chancen auf Spielzeit schöpfen. Wer die nicht sieht, verliert in der Regel an Leistungsfähigkeit. Ablesen lasse sich das auch am Marktwert, den Kegel eng mit der Qualität verknüpft sieht. "Dieser geht in den Kaderplätzen 19 bis 24 sehr stark zurück." 

Adams und Gvardiol als Ausnahme: Profis von RB Leipzig hatten mindestens 100 Spiele auf dem Konto

Bei den aktiven Spieler von RB Leipzig galt im Regelfall die Messlatte von mindestens 100 Spielen Erfahrung im Männerbereich. Alle Neuzugänge seit 2016 hatten diese schon auf dem Konto, mit Ausnahme von Tyler Adams und Josko Gvardiol, der in Zagreb nur 40 brauchte und diese Unbekümmertheit auch in der kroatischen Nationalmannschaft bei seinem EM-Debüt zeigte. "Also ist es das erste Ziel des Career Centers, die Spieler in Profieinsätze zu bekommen", sagt Kegel. Erst wenn sich die Spieler auf diesem Wege ausgezeichnet haben, wird geschaut, ob sie in den RB-Kader integriert werden können.

Novoa muss jetzt die nächste Stufe zünden

Das war bislang zu selten der Fall. Sidney Raebiger und Hugo Novoa hatten diese Chance, genutzt hat sie vor allem der Spanier. "Jetzt ist er natürlich an einem entscheidenden Punkt. Er hatte bei uns 12 Profi-Einsätze. Die sollten sich in der neuen Saison idealerweise steigern." Und das geht nur, wenn er sich auf dem Niveau von RB Leipzigs Vollprofis immer wieder mit Leistungen gegen die Konkurrenten durchsetzen kann, also regelmäßig an Emil Forsberg, Yussuf Poulsen, Dominik Szoboszlai, Dani Olmo und Christopher Nkunku vorbei kommt. Novoas Potenzial sieht Kegel dazu ausreichend, zumal in Tedesco auf verschiedenen Positionen als Alternative bringen kann. "Das ist schon außergewöhnlich, was er da mitbringt." Das heißt aber zugleich, dass er in verschiedenen Rollen auf Spitzenniveau agieren können muss.

In der Vorbereitung samt zweier Testspiele, unter anderem gegen den FC Liverpool, hat er noch Zeit, seine neue Visitenkarte beim Trainerteam zu hinterlegen. Ab dem Supercup gegen den FC Bayern beginnt dann eine nicht nur für ihn entscheidende Saison. Für RB Leipzig wäre ein nachhaltig etablierter Novoa von großer Bedeutung. Als Erfolgsgeschichte, aber auch als Signal an weitere kommende Talente.