Keine Chance gegen Leeds RB verliert über 120 Minuten klar
RB Leipzig hat im vierten Testspiel der Vorbereitung eine Niederlage kassiert. Im ersten Härtetest nach dem Trainingslager in Saalfelden hatte RB gegen Premier-League-Mittelklasse-Klub Leeds United kaum eine Chance. Auf Trainer Martin Demichelis wartet noch viel Arbeit.

Leipzig/Leeds – RB Leipzig hat das erste Testspiel unter dem neuen Trainer Martin Demichelis verloren. Beim ersten Härtetest bei Leeds United unterlag RB über zweimal 60 Minuten mit 0:2 (0:1). Leeds war das eindeutig bessere, reifere und gefährlichere Team und gewann zwei Wochen vor dem Start der Premier League verdient. RB war mit dem 0:2 noch gut bedient.
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RB konnte die hervorragende Intensität – mit und gegen den Ball – aus dem Trainingslager in Saalfelden nicht auf das Spiel übertragen. Das lag mit Sicherheit auch an den schweren Beinen, die die Leipziger nach sechs harten Trainingstagen hatten, in denen Demichelis das Team in neun allesamt physisch fordernden Einheiten auf dem Platz wirklich gefordert hatte. Doch auch die Leipziger müssen die veränderte Spielidee irgendwann nicht nur im Training, sondern auch im Spiel zeigen. Das ist bislang noch in keinem Test gelungen. Die Saison beginnt für RB ebenfalls in zwei Wochen mit dem DFB-Pokalspiel gegen Regionalligist Eintracht Trier.
Offensiv harmlos, defensiv anfällig über die Außen
In den ersten 30 Minuten gelang den Leipzigern kein einziger Torschuss. Rechtsverteidiger Benjamin Henrichs gab den ersten Versuch aufs Tor ab (33.). RB hatte zwar phasenweise viel Ballbesitz, erzeugte aber deutlich zu wenig Torgefahr und kam kein einziges Mal hinter die gegnerische Abwehrkette.
Defensiv offenbarten die Leipziger Lücken und ließen sich vor allem über die Außen und die Halbspur überrumpeln. Gleich zu Beginn ließ RB einen langen Steckpass zu, den Linksverteidiger Max Finkgräfe nicht verteidigen konnte. Innenverteidiger Maxime Esteve ließ seinen Gegenspieler im Zentrum aus den Augen, sodass Mittelstürmer Dominic Calvert-Lewin die Hereingabe zur frühen Führung verwertete (6.). Zudem hatte Leeds noch weitere Großchancen, etwa durch James.
Erstes Spiel: Vandevoordt – Henrichs, Esteve, Lukeba, Finkgräfe – Vermeeren, Banzuzi – Bakayoko, Maksimovic, Gomis – Romulo.
Leeds dominanter und spritziger
In den zweiten 60 Minuten wechselte RB bis auf Vandevoordt, der nach insgesamt 75 Minuten Platz für Ørjan Nyland machte, und Finkgräfe komplett durch. Kapitän David Raum schleppt noch Probleme aus der Schlussphase der Vorsaison sowie der WM mit sich herum, ist noch nicht wieder richtig fit und bekam nur einige Minuten.
Die Gastgeber drückten weiter und kreierten diverse gefährliche Momente, während RB Probleme hatte, das Spiel aufzubauen und sich der Angriffspower des Teams von Trainer Daniel Farke zu erwehren.
Sani vergibt die einzige Gelegenheit
Leeds, das vor einer Woche Liverpool mit 4:2 bezwungen hatte, wirkte frischer als die Leipziger; die Akteure bewegten sich spritziger zwischen den Linien. RB agierte zu statisch und fehlerhaft, auch die individuelle Klasse kam kaum zum Tragen.
Einzige wirklich gefährliche Szene der Leipziger: Nach einem Konter, bei dem Brajan Gruda den Ball über den halben Platz getragen hatte, vergab Suleman Sani leichtfertig mit einem Schlenzer weit über das Tor (104.). Kurz vor Schluss hätte Leeds durch einen Kopfball an den Querbalken beinahe noch auf 3:0 erhöht.
Zweites Spiel: Vandevoordt (76. Nyland) – Baku, Orban, Bitshiabu, Finkgräfe (Raum) – Seiwald, Elmas – Sani (106. Geertruida), Gruda, Konaté (Thomas) – Harder.