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  5. Länderspielpause: RB-Trainer Demichelis zurück von Kurzurlaub in Argentinien

Heimatbesuch in der RB-Pause Freie Tage in Buenos Aires: Alte Liebe bewegt Demichelis 

Nach der Pleite in Leverkusen nutzte RB-Trainer Martin Demichelis die freie Woche für einen Flug nach Argentinien. Dort sprach er emotional über River Plate – und fand auch Zeit für seine Familie.

27.09.2026, 13:39
Ex-River-Trainer und jetzt bei RB Leipzig: Martin Demichelis
Ex-River-Trainer und jetzt bei RB Leipzig: Martin Demichelis Foto: Imago/PhotoxPhoto

Leipzig/Buenos Aires/hen – Sportlich war das eher emotionaler Stress für Martin Demichelis vor der Fifa-Länderspielunterbrechung, die drei Wochen dauert, weshalb der Trainer von RB Leipzig nach der dritten Auswärtspleite in Folge, dem 0:2 gegen Bayer Leverkusen vor einer Woche, nach Hause flog. Zu Hause ist Buenos Aires. Ist nicht sein Geburtsort, der liegt mitten in der argentinischen Pampa nahe Cordoba, aber die vier Kinder wohnen dort, die Ehefrau seiner drei Jüngsten auch, und sein Herzensklub ist in der Hauptstadt daheim: River Plate. 

Die Geliebte am Flughafen

Demichelis war Spieler und Trainer der "Millionarios". Schon bei seiner Ankunft am Flughafen von Ezeiza wurde der RB-Trainer von seiner Ex-Geliebten als Thema empfangen. Reporter waren vor Ort und löcherten den prominenten Fluggast aus Alemaña mit Fragen zum Klub.

„Fui, soy y seré hincha de River“ – „Ich war, bin und werde River-Fan sein“, sagte Demichelis zum Abschied eine Salve Fragen nach dem alten Trainer, dessen Entlassung und dem neuen Trainer. Was er so denke, wie er so fühle, was River ihm bedeute - solche Sachen.

Demichelis stärkt Ponzio

Besonders bewegt habe ihn der Abschied von Trainer Eduardo „Chacho“ Coudet, sagte "Micho": „Es hat mir wehgetan, weil ich sehr gut mit ihm befreundet bin.“ Zugleich stärkte er dessen Nachfolger Leonardo Ponzio den Rücken. Dieser kenne „jeden Winkel des Klubs“, sei bescheiden und habe seine Unterstützung verdient.

River ist für Demichelis weit mehr als ein ehemaliger Arbeitgeber. Dort wurde er als Spieler ausgebildet, dort begann Ende 2022 auch seine Karriere als Cheftrainer im Profifußball. Selbst nach seinem späteren Abschied hat sich daran offenbar wenig geändert. „River hat mich als Spieler und als Mensch geprägt“, sagte er in Buenos Aires.

Kurztrip hinterlässt Spuren

Auch privat hinterließ der Kurztrip Spuren in den sozialen Netzwerken. Seinem ältesten Sohn Facundo Bono, der während des Aufenthalts Geburtstag feierte, gratulierte Demichelis bei Instagram knapp mit den Worten: „Feliz cumple, artista.“ (Herzlichen Glückwunsch, Künstler) Facundo antwortete: „Gracias figura.“ (Danke, Chef).

Inzwischen ist Demichelis zurück in Leipzig. Am Dienstag beginnt am Cottaweg für die verbliebenen Profis die knapp zweiwöchige Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 10. Oktober. Danach zieht das Programm massiv an: Bis zur nächsten Länderspielpause warten neun Pflichtspiele in 28 Tagen.

Weiterlesen: Entscheiden diese vier Duelle über Demichelis' Zukunft bei RB?

Für Demichelis dürften es wichtige Wochen werden. Die Ergebnisse werden darüber entscheiden, ob bei RB wieder Ruhe einkehrt oder die Diskussion um den Trainer weiter an Schärfe gewinnt. Für ein paar Tage konnte er Abstand davon gewinnen. Der Besuch zeigte zugleich, wo für den weit gereisten Argentinier ein emotionaler Anker geblieben ist: nicht in Leipzig, sondern in der Heimat – und bei River.