RB Leipzig

Last-Minute-Sieg für Deutschland! Timo Werner ragt heraus

24.06.2018, 00:14
Ohne eigenes Tor, aber immer in Betrieb: Timo Werner von RB Leipzig.
Ohne eigenes Tor, aber immer in Betrieb: Timo Werner von RB Leipzig. imago/Agencia EFE

Mit dem 2:1 in der letzten Minute der Nachspielzeit durch einen Freistoß von Toni Kroos hat Deutschland das zweite Gruppenspiel gegen Schweden gewonnen. Timo Werner hatte daran einen großen Anteil.

Deutschland zittert sich zum Sieg

Nach Abpfiff der Partie war Bundestrainer Jogi Löw die riesige Anspannung der 90 Minuten ins Gesicht geschrieben. Denn seine Mannschaft wäre beim Stand von 1:1 beinahe ausgeschieden. Hätte nicht Toni Kroos, der den 0:1-Rückstand durch einen schlimmen Fehlpass verschuldete, den Freistoß aus spitzem Winkel in die obere Rechte Ecke gesetzt. Am Ende stand ein aufgelöstes Deutschland, das die Begegnung kaum spannender hätte gestalten können.

Werner als Aktivposten, Deutschland baut ab

Denn die DFB-Elf ließ von der ersten Minute an sehen, dass man das Spiel unbedingt gewinnen will. Schon nach zwei Minuten brach Timo Werner das erste mal an der Torauslinie durch und legte ab auf Julian Draxler, der jedoch geblockt wurde. Die Anfangszeit dominierte Deutschland, eine ähnliche Situation bescherte Timo Werner die nächste Chance nach Vorlage von Marco Reus. Dann aber verflachte das Spiel langsam und aus dem Nichts traf Schweden durch Toivonen zur Führung.

DFB-Elf muss zu zehnt kämpfen

Deutschland zeigte sich nicht geschockt, ließ keinen Bruch erkennen. Aber zeigte auch nicht mehr den Elan der Anfangsminuten, sodass die Fans immer unruhiger wurden. Aktivposten über 90 Minuten war allerdings Timo Werner. Immer wieder setzte er zu Dribblings an, brachte den Ball in den Strafraum und zog Gegenspieler an sich. Zwar traf er auch das Tor nicht, als er bereits kurz vor Abpfiff nach einem Pass von Thomas Müller aus 10 Metern über das Tor schoss. Ebenso glücklos war er, als Julian Brandt mit einem satten Schuss aus der Distanz den Pfosten traf und der Abpraller ihm freistehend an den Fuß sprang. Zu dem Zeitpunkt war Deutschland bereits zu zehnt, weil Boateng Gelb-Rot sah.

Timo Werner nur durch Foul zu stoppen

Aber auch die letzte Szene des Spiels hatte große Anteile des Stürmers von RB Leipzig. Zum wiederholten Mal setzte sich Werner in der 95. Minute über links durch, sodass seinem Gegenspieler nur das Foul blieb. Toni Kroos tippte an, Marco Reus stoppte den Ball und wieder Kroos schnibbelte den Ball traumhaft am schwedischen Keeper vorbei. Durch den Treffer behält Deutschland das Weiterkommen in der eigenen Hand. Werners Leipziger Teamkollege Emil Forsberg war über 90 Minuten unauffällig und bis auf wenige Ballaktionen nie richtig im Spiel.