Afrika Cup in kamerun

RB-Profi Moriba verlässt das Turnier - Massenpanik und Tote beim Spiel der Gastgeber

Während es bei der Partie zwischen Gastgeber Kamerun und Komoren zu einer Massenpanik kam, verlor Leipzigs Jungrofi mit Guinea sein Achtelfinalspiel

Von hen/dpa 25.01.2022, 11:59
Ist mit Guinea ausgeschieden: RB-Profi Ilaix Moriba
Ist mit Guinea ausgeschieden: RB-Profi Ilaix Moriba (imago/sebastian frej)

Ilaix Moriba ist mit Guinea aus dem Afrika Cup ausgeschieden. Der Jungprofi von RB Leipzig (19) verlor am Montagabend mit Guinea sein Achtelfinalspiel gegen Gambia 0:1. Der frühere Spieler des FC Barcelona stand in der Startelf und spielte durch.

Wann der defensive Mittelfeldspieler nach Leipzig zurückkehrt, war am Mittag nach Anfrage von RBlive noch unklar. Es ist aber davon auszugehen, dass es zügig passiert. Trainer Tedesco hätten gern für die zwei raren Wochen Trainingszeit alle Mann an Bord. Das nächste Spiel für RB gegen den FC Bayern findet erst am 5. Februar statt.

Haidara spielt am Mittwoch

Nach Moribas Auscheiden ist nur noch ein Leipziger Profi am Turnier beteiligt: Amadou Haidara. Der Malier spielt am Mittwoch gegen Äquatorialguinea um den Einzug ins Viertelfinale.

Bei einer weiteren Achtelfinalpartie kam es zu einer Massenpanik mit Toten und vielen Verletzten. Nach jüngsten Angaben kamen rund um den Einzug des Gastgebers ins Viertelfinale am Montagabend acht Menschen ums Leben, 38 weitere wurden verletzt. Ausgelöst worden sein soll die Panik vor der Partie gegen die Komoren im Stade d'Olembé in der Hauptstadt Jaunde, weil viele Menschen nicht ins Stadion kamen. Laut Zeugen schlossen Ordner die Eingangstore zum Stadion.

Bedenken wegen Stadionsicherheit

Den Angaben zufolge sollen 50 000 Menschen versucht haben, sich das Spiel anzusehen. Ins Stadion passen 60 000 Besucher, wegen der Corona-Vorgaben durften aber nur 80 Prozent der Plätze (48 000) gefüllt werden. Für Kamerun stand auch Bundesliga-Profi Eric Maxim Choupo-Moting vom FC Bayern München auf dem Platz. Die Gastgeber gewannen 2:1.

Kamerun ist nach 1972 erst zum zweiten Mal Gastgeber des Afrika-Cups. Schon 2019 sollte das Land in der Mitte des Kontinents Gastgeber sein, bekam das Turnier aber wieder entzogen, weil es Bedenken gab, die Stadien würden nicht geeignet sein. Ägypten richtete das Gegenstück zur Europameisterschaft damals aus.

Das Olembe Stadium wurde für den Afrika-Cup allerdings neu gebaut und im vergangenen Herbst eingeweiht.