Lady in Red

Adé Schwimmbad: RB-Arena erstmals komplett in Vereinsfarben

Durch die Corona-Krise hatte sich der Tausch hingezogen, jetzt ist er abgeschlossen: Beim Spiel gegen das Team von Jürgen Klopp ist jeder Sitz in der Arena des deutschen Pokalsiegers entweder rot oder weiß.

Von RBlive/hen 20.07.2022, 19:27
Lady in Red statt Schwimmbad. Die Red-Bull-Arena hat einen neuen Anstrich
Lady in Red statt Schwimmbad. Die Red-Bull-Arena hat einen neuen Anstrich (RB Leipzig)

Dass die Arena des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig seinem Hauptsponsor und Eigentümer Red Bull gehört, ist in der Messestadt weithin sichtbar. Das Stadion liegt prominent am Ufer der Luppe, mitten in der Stadt, was die Überdachung der Ränge für jedermann sichtbar macht. Auf ihnen sind die Firmen-Bullen aufgemalt.

Alte WM-Sitzschalen: Umtausch abgeschlossen

Drinnen aber herrschte seit dem Aufbau der Arena 2006 noch immer WM-Stimmung. In geschwungenen Linien bildeten sie Sitze eine Athmosphäre in Blautönen, die an ein Schwimmbad erinnerten. Unter Fans des Pokalsiegers ein geflügeltes Wort und auch in der Wahrnehmung von Ex-RBler Joshua Kimmich die dominante Assoziation.

Damit ist jetzt Schluss. Die Ränge der Arena ist mittlerweile komplett Vereinsfarbenrot. Waren zum Ende der vergangenen Spielzeit erst ein Teil der Sitze ausgetauscht, ist der Prozess nun abgeschlossen. Mit dem Spiel gegen den FC Liverpool im Rahmen der Naby-Keita-Transfervereinbarungen an diesem Donnerstag (19.15 Uhr) sind alle alten Sitzschalen abmontiert worden.

Auf der Gegengeraden zur Haupttribüne bilden weiße Sitze das Logo der Rasenballsportler ab. Gegenüber von Block B, der als Stehblock umgebaut wurde, formt die Bestuhlung die Initialen des Klub, RBL.

Erbaut auf den Ruinen des DDR-Zentralstadions

60 Millionen Euro haben der Tausch der Schalen und weitere Umbauarbeiten den Klub bereits gekostet. Darunter waren eine Umfunktionierung der Zugänge zum Stadion, der Umläufe zwischen den Rängen und der Kioske. Die VIP-Logen herauszuputzen, steht noch aus. Ebenso der Korrosionsschutz für die Überdachung.

RB hatte das Stadion 2017 käuflich vom Vorbesitzer Michael Kölmel erworben und unter anderem Geld in den Ausbau der Kapazitäten auf 47 069 Plätze bei nationalen Wettbewerben gesteckt, bei denen stehende Zuschauer erlaubt sind. Bei Spielen des europäischen Fußballverbandes müssen alle Stadiongänger sitzen, dann reduziert sich die Maximalauslastung auf 42 600 Plätze.

Die Arena steht auf den Ruinen des alten Leipziger Zentralstadions, das mit seinen über 100.000 Plätzen die größte Sportstätte der ehemaligen DDR gewesen ist. Dort fanden achtmal das "Turn- und Sportfest" statt. 2000 wurde es abgerissen. An gleicher Stelle wurde für die WM 2006 in Deutschland das "neue Zentralstadion" errichtet, das 2010 in Red Bull Arena umbenannt wurde.