RB Leipzig

Lob den Borussen: RB-Coach Julian Nagelsmann warnt vor Red-Bull-Signatur des Gegners

31.01.2020, 09:15
RB-Coach Julian Nagelsmann (l.) und sein Kollege Marco Rose
RB-Coach Julian Nagelsmann (l.) und sein Kollege Marco Rose Imago/Picture Point LE

Borussia Mönchengladbach hat in den vergangenen Tagen viel Aufwand betrieben, die Favoritenrolle im Topspiel am Samstagabend zwischen dem Tabellendritten und Spitzenreiter RB Leipzig den Sachsen zuzuschieben. RB-Coach Julian Nagelsmann winkte aber ab. Er sagte vor der Partie: „Im Fußball mit so wenigen Toren kann jeder gegen jeden gewinnen - egal, ob man Favorit war oder nicht Favorit war. Es hat auf das Spiel überhaupt keine Auswirkungen.”

Werner triftt dreimal

Nach Ansicht des 32-Jährigen, der auf Wiedergutmachung für das 0:2 in Frankfurt vorigen Samstag drängt, durch das die Borussen wieder auf zwei Punkte dran sind am Herbstmeister, geht die Partie „bei 0:0 los. Wir haben beide eine gute Hinrunde gespielt, stehen beide in der Tabelle gut da. Von dem her ist es ein Spitzenspiel.”

Es musste dem Cheftrainer auch keiner mit der Serie der Leipziger gegen die "Fohlen" kommen, die von den sieben Partien seit dem Aufstieg vor vier Jahren fünf gewonnen und zwei remis gespielt haben. ”Ich war erst einmal dabei", sagte er mit Blick auf die Partie in der Hinrunde, die RB unter seiner Leitung 3:1 gewann. „Da war unser Sieg nicht 100 Prozent verdient, sondern es war eher ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften hatten zu Beginn gute Chancen, in Führung zu gehen. Wir haben dann ein schönes Tor geschossen und hatten einen Timo Werner in Topverfassung.” Der Nationalstürmer schoss alle drei Treffer (38, 47., 94.), Breel Embolo hatte in der 91. Minute auf 1:2 verkürzt. „Aber es war ein Spiel auf Augenhöhe, das erwarte ich auch am Samstag.“

Viel Tempo, viel Wucht

Für beide Mannschaften geht es in so einer Partie selbstredend um viel. Mehr wohl aber noch für die Hausherren der Leipziger Arena, die durch die Pleite in Frankfurt ihren Vorsprung auf die Konkurrenz um drei Punkte unnötig dezimiert haben. „Wir werden versuchen, alles reinzuwerfen“, kündigte Nagelsmann nach seiner Gipfelkreuzkritik an der nicht bis zum Anschlag ausgeführten Trainingsleistung seines Kaders in der Vorwoche an, die teilschuldig am 0:2 gegen die Eintracht gewesen sei.

Er sparte gleichzeitig aber auch nicht mit Lob für den Gegner. „Die Gladbacher machen viele Dinge sehr, sehr gut“, sagte Nagelsmann. „Sie haben eine wuchtige Offensive, die auf der einen Seite variabel ist, im Positionsspiel gute Spieler haben und die Eins-Gegen-Eins-Situationen lösen können. Sie haben vorn viel Tempo, haben die Fähigkeit, Chip-Bälle und lange Bälle gut zu verarbeiten und abzulegen.“

Ebenso sei die Handschrift von Trainer Marco Rose, einem Zögling der Red-Bull-Trainerschule in Salzburg, deutlich zu erkennen. „Sie haben klare Muster in ihren Umschaltsituationen und sie sind auch gut im Gegenpressing, wie es auch in Salzburg unter Marco Rose der Fall war“, so Nagelsmann. „Da gibt es große Parallelen und es wird gute Arbeit geleistet.“ (RBlive/mhe)