Mega-Gehalt für 19-Jährigen Pokalsieger

Ex-Talent von RB Leipzig verdiente 300.000 Euro im Jahr

Solomon Bonnah galt als Talent, dem RB Leipzig dem Sprung in die Profimannschaft zutraute. Mittlerweile ist er aussortiert worden und zum SK Austria Klagenfurt gewechselt. Laut Sport Bild (Mittwoch) hat er allerdings vorher noch ordentlich verdient.

Von RBlive/msc 09.09.2022, 09:18
Solomon Bonnah scherzt hier mit Domenico Tedesco nach einem Sieg von RB.
Solomon Bonnah scherzt hier mit Domenico Tedesco nach einem Sieg von RB. imago/motivio

Im Sommer 2019 war er aus der U17 von Ajax Amsterdam an die Nachwuchsakademie von RB Leipzig gewechselt. Nachdem er seine erste Profieinsätze absolviert hatte, bekam er einen neuen Vertrag und passte der Verein sein Gehalt entsprechend an. Ab dem Winter 2021/22 verdiente er 300.000 Euro im Jahr, zur neuen Saison wurde der Lohn nochmal um 60.000 Euro angehoben.

Maximales Gehalt wäre eine knappe Million Euro im Jahr gewesen

Den Informationen der Sport Bild zufolge waren im Vertrag weitere Steigerungen angelegt, maximal hätte Bonnah bei den Sachsen 80.000 Euro monatlich bekommen können. Zusätzlich vereinbarten die Vertragsparteien Sonderzahlungen und der heute 19-Jährige bekam die Finanzierung von Schulkosten, Nahverkehrsticket, Deutsch-Unterricht und ab Sommer 2022 einen Dienstwagen zugesichert.

Social-Media-Mitarbeit ist vertraglich geregelt

Zu seinen Pflichten gehörten laut den Vereinbarungen nicht nur sportliche Dinge. Fest geregelt ist beispielsweise auch, an den Social-Media-Aktivitäten des Vereins mitzuwirken. Klub-Medien müssen geteilt werden, zudem musste der Spieler über seine Kanäle zehn  Beiträge nach Maßgabe von RB veröffentlichen. Ob Spieler wie Bonnah die Medienarbeit am Ende selbst übernehmen ist dabei wohl eher unwahrscheinlich.

Profis dürfen in der Freizeit nicht alles

Neben Pflichten wie diesen enthält der Vertrag auch versicherungstechnische Einschränkungen seiner Freizeit. Denn an der Gesundheit eines Profispielers hat nicht nur dieser selbst ein legitimes Interesse, sondern auch dessen Verein. Nicht erlaubt waren dementsprechend Sportarten wie Motocross, Tieftauchen oder Vollkontakt-Sportarten. Dinge, die in jedem Profivertrag eines Bundesligaspielers üblich sein dürften.

Vom Pokalsieger nach Österreich

In seiner Vita steht dennoch der DFB-Pokalsieg, vier Minuten hatte er daran mitgewirkt. Domenico Tedesco hatte letztlich keinen Platz für Bonnah, der dann bei mehreren Klubs zur Probe trainierte. Erst Klagenfurt griff nun zu, wo er wohl finanziell wieder Abstriche machen wird.