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"Menschlich unterste Schublade" Nach Werner-Aus bei RB: Fans rechnen mit Klopp ab

Im Vordergrung vieler Reaktionen stehen nicht die sportlichen Aspekte der Trennung zwischen RB Leipzig und Trainer Ole Werner. Sondern die Art und Weise. Im Zentrum des Unmuts: Red-Bull-Fußballchef Jürgen Klopp.

18.06.2026, 10:41

Leipzig/hen - RB Leipzig hat am gestrigen Mittwoch Trainer Ole Werner entlassen. Offiziell ist die Trennung die Folge einer Saisonanalyse nach einer Spielzeit, die Ole Werner auf Rang drei abgeschlossen hatte. Intern sollen jedoch unterschiedliche Vorstellungen über den Spielstil der Mannschaft zwischen dem Trainer und dem Fußballchef von Red Bull, Jürgen Klopp, eine entscheidende Rolle gespielt haben. Bereits nach wenigen Monaten soll das Verhältnis beider Seiten zerrüttet gewesen sein.

Machtkampf hinter den Kulissen?

Ein weiterer Riss hat sich erst in den vergangenen Wochen aufgetan. Er verläuft offenbar mitten durch das Red-Bull-Konstrukt. Während das Klopp-Team nach Informationen von RBlive intern mehrfach auf einen Trainerwechsel gedrängt haben soll, galt die sportliche Führung in Leipzig lange als deutlich zurückhaltender. Weil Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer die Saison bis zuletzt ergebnisoffen mit Werner analysierte und das globale Red-Bull-Team formal keine exekutiven Entscheidungen trifft, entstand zunehmend der Eindruck eines Machtkampfes hinter den Kulissen.

Druck auf Leipzig?

Dazu trug auch die Debatte über Werner in der Öffentlichkeit bei. In den Wochen vor der Trennung wurden dessen Arbeit und vor allem vermeintliche Schwächen auffallend intensiv auf offener Bühne diskutiert. Kritiker sahen darin den Versuch, auf die sportliche Leitung in Leipzig Druck ausüben zu wollen. 

Screenshot der Meldung, mit der die Trennung von Ole Werner als RB-Trainer veröffentlicht wurde.
Screenshot der Meldung, mit der die Trennung von Ole Werner als RB-Trainer veröffentlicht wurde.
"X/RB Leipzig" Screenshot

Die Kritik vieler Fans und Beobachter richtet sich deshalb nicht nur gegen die Entlassung selbst. In den sozialen Netzwerken wird vor allem das Vorgehen der Verantwortlichen hinterfragt. Besonders häufig fällt dabei der Name von Jürgen Klopp. RBlive zeigt einige Reaktionen.

Eventi RBL: „Was für ein Schmierentheater. Unwürdig und menschlich unterste Schublade.“

Adrian Leverkuehn: „Das ist schon hart. Vielleicht gibt es sachliche Gründe, aber Ole Werner war ein sympathischer, fachlich guter und erfolgreicher Trainer. Die Art und Weise war noch schlechter als die Degradierung Baumanns durch JN."

RB Boligei: "Tut mir leid, aber damit kann ich mich nicht mehr identifizieren. Ich freue mich weiterhin auf die Stadionbesuche, auf das Wiedersehen mit den Fans, und auf den Support für das Team. Aber mit dem "Konstrukt" habe ich nichts mehr Gemeinsames."

Flo: „Ob es sportlich verdient ist, sei dahingestellt. Aber schämt euch für die Art und Weise! Geht gar nicht!“

utorenji: „Es ist wirklich verrückt, wie mit Ole umgegangen wurde. Wünsche ihm nur das beste und dem Global Soccer Team eine Portion Anstand.“

starckertyp: „Danke für alles, Ole. Menschlich ganz, ganz mies gehandhabt. Die Verantwortlichen müssen gar kein Schamgefühl kennen. Lässt sehr, sehr tief blicken.“

Miss S: „Absolut peinlich!! Und dann noch so die Fans anlügen im Statement!! Ihr braucht euch einfach nicht zu wundern!! Wir sind und bleiben ein Konstrukt! Schämt euch!!

spitze_zunge: „Irgendwie bekommt man immer mehr den Eindruck, dass das Engagement von Klopp kein Vorteil für RB war. Ein sehr guter Trainer, aber ein fragwürdiger Funktionär.“

Haus222: „Danke für alles, Ole! … Widerlich die Art und Weise. Kloppo go home.“

Be BE: „Ihr seid nicht mehr ganz bei Trost! Das kostet euch nicht nur Unmengen an Sympathien, sondern auch an Punkten. Kloppo ist entzaubert, RB verstärkt sein Image-Problem. Pfui!“